Nach zuvor drei Pleiten in Folge landen die NINERS Chemnitz in der Nachholpartie des 23. Spieltages gegen das ebenfalls gebeutelte Team von ratiopharm ulm einen echten Befreiungsschlag. Die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore setzt dabei einerseits ein defensives Ausrufezeichen gegen die schwäbischen Schützen und hat in Eric Washington (17 Punkte, 8 Rebounds, 12 Assists) den überragenden Akteur der Begegnung in ihren Reihen. Ulm indes verpasst die Chance, die eigene Position in den Playoff-Rängen zu stärken und bleibt nun selbst seit drei Spielen ohne Erfolgserlebnis.
Kampf um die Postseason: Was bedeutet das Ergebnis der Partie für den heißen Kampf um die besten Plätze und die Qualifikation für die Postseason? Mit unserem Tabellenrechner lässt sich erahnen, dass für beide Mannschaften noch viele Szenarien möglich sind - absteigen allerdings können die Chemnitzer nach diesem Sieg nun auch rechnerisch nicht mehr.
Spielverlauf und Wendepunkt: Zunächst taten sich beide Seiten schwer damit, einen ordentlichen Rhythmus aufzunehmen. Bei Chemnitz platzte der Knoten zuerst, was vorrangig an Kevin Yebo lag, der mit gewohnt viel Energie in Brettnähe zu Werke ging (20:14, 10. Minute). Der Funke sprang auf die restlichen NINERS-Akteure über, wodurch der Vorsprung zwischenzeitlich auf 16 Zähler anstieg. Auch wenn bei Ulm insgesamt der Dreier nicht wie gewünscht fallen wollte, war es doch an Tobias Jensen, seine Farben mit raren Treffern von außen wachzurütteln und kurz vor der Pause einen 7:0-Lauf zu initiieren (41:34, 20. Minute).
Nach dem Seitenwechsel war es an Thomas Klepeisz und den Schwaben, den Schwung aus der ersten Hälfte beizubehalten und dank erhöhter Intensität in der Verteidigung weiter zu verkürzen. Doch Chemnitz antwortete seinerseits mit defensiven Mitteln, wobei Aher Uguak auf diversen Positionen seinen Einfluss geltend machte und so die Differenz abermals zweistellige Dimensionen annahm (57:47, 30. Minute). Kämpften die Gäste bis dahin immer noch mit ihrer Quote aus der Distanz, sorgte Nationalspieler Christian Sengfelder mit zwei Treffern hintereinander von „Downtown“ für willkommene Entlastung. Auf der Gegenseite machte der an diesen Abend überragende Eric Washington allerdings unmissverständlich klar, dass ein Comeback an diesem Abend nicht infrage kommen würde. Der Guard riss das Geschehen an sich, punktete selbst und setzte seine Nebenleute immer wieder mustergültig in Szene, sodass die Heimfans frühzeitig das Ende der Negativserie feiern konnten.

Duell im Fokus: Es war von vornherein klar, dass gewisse Matchups mitentscheidend sein würden, in welche Richtung das Momentum kippen würde. So markierte Kevin Yebo satte zwölf seiner insgesamt 14 Zähler vor der Pause und sorgte dafür, dass Chemnitz eine Führung mit in die Kabine nahm. Gleichzeitig hielt er Chris Ledlum weitestgehend unter Kontrolle, der sich dieser defensiven Bewachung erst auf der Zielgeraden entziehen konnte und schlussendlich mit zwölf Punkten und zehn Rebounds auf ein Double-Double kam.
Zahlen, bitte: 28,1 … Prozent aller Ulmer Dreierversuche fanden lediglich ihr Ziel (9/32), während Chemnitz deutlich besser von jenseits des Perimeters traf (10/25, 40,0 Prozent).
Spieler der Partie: Seine bisher beste Partie im Chemnitzer Dress machte zweifelsfrei Eric Washington. Der nachverpflichtete Guard schrammte mit beeindruckenden 17 Punkten, acht Rebounds und zwölf Assists nur haarscharf an einem raren Triple-Double vorbei. Auf dem Weg dahin traf er sechs seiner neun Würfe aus dem Feld (66,7 Prozent) und leistete sich in fast 34 Minuten auf dem Feld nur einen einzigen Ballverlust.
Die Deutschen: Aufseiten der Gastgeber wusste neben Kevin Yebo (14) auch Kostja Mushidi mit ebenfalls 14 Zählern zu gefallen.
Am Rande der Bande: … saßen 3.912 Zuschauer.
So geht’s weiter: Den NINERS Chemnitz steht bereits am Samstag, den 18.04.2026, das nächste Heimspiel ins Haus, wenn sie Science City Jena mit dem unlängst neu verpflichteten Headcoach Mike Taylor (der auch eine Chemnitzer Vergangenheit hat) empfangen - der Hochball ist für 16:00 Uhr angesetzt. Das Team von ratiopharm ulm reist am darauffolgenden Sonntag, den 19.04.2026, zu den ROSTOCK SEAWOLVES (Spielbeginn: 16:30 Uhr).
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.






















