Status quo: Beide Teams waren am Wochenende aktiv, jedoch mit deutlich unterschiedlichen Resultaten. Die MHP RIESEN Ludwigsburg unterlagen am Samstag in heimischer Arena deutlich mit 77:101 gegen ALBA BERLIN. Vor allem die Defensive trieb Coach Mikko Riipinen die Sorgfalten auf die Stirn, denn die Barockstädter kassierten in jedem Viertel mindestens 22 Punkte. An der Verteidigung mäkelte auch Bayern-Trainer Svetislav Pesic, dessen Mannschaft aber immerhin einen Sieg einfahren konnte. 91:77 hieß es am Ende gegen die NINERS Chemnitz. Die ersten 20 Minuten mit 45 kassierten Punkten waren aber so gar nicht nach dem Geschmack des erfahrenen Trainers.
Weise Worte aus München: „Insgesamt gesehen gab es zwei unterschiedliche Halbzeiten. Man muss kein Fachmann sein, um zu sehen, dass wir lange ohne Verantwortung in der Transition-Defense, in der One-on-One-Defense gespielt haben. Es ist für uns nicht leicht in der BBL", stellte Pesic nach dem Chemnitz-Spiel fest. "Erst hat uns etwas Energie gefehlt, weil wir zwei Spiele auswärts in Italien hatten, das ist klar. Aber wenn wir anfangen, Ausreden zu suchen, werden wir immer etwas finden. Wir müssen wissen, was uns erwartet, wenn wir BBL spielen. Unsere Defense in der Transition, Würfe contesten, das sollte unsere erste Aufgabe sein, vor allem in der Bundesliga."

Weise Worte aus Ludwigsburg: Mikko Riipinen war nach der deutlichen Klatsche gegen Berlin bedient; vor allem, weil er sich mit seiner Mannschaft ausgiebig vorbereiten konnte: "Ich dachte, dass wir auf dem Parkett sehen würden, dass diese spezielle Partie uns mehr als ihnen bedeutet. Ich bin sehr enttäuscht, wie wir manche Dinge im Spiel gehandhabt haben. In der ersten Halbzeit waren wir solide bis okay – mindestens. In der zweiten Halbzeit haben wir das benötigte Level nicht erreicht, um uns mit einem solchen Team zu duellieren. Ich bin sehr enttäuscht darüber, wie die Gruppe mit Widrigkeiten umgegangen ist, wie sie agiert hat, als es darum ging, wirklich zusammenzustehen, als es hart wurde."
Kampf um die Postseason: Die Bayern sind weiterhin voll auf Kurs in Sachen Hauptrundensieg, aber die RIESEN brauchen jeden Erfolg, um sich im engen Tabellen-Mittelfeld zu behaupten. Aktuell rangiert man auf Rang acht, aber von Platz eins bis 16 ist laut dem Tabellenrechner noch alles möglich.
Zahlen, bitte: Mit durchschnittlich 13,9 Offensiv-Rebounds pro Spiel ist Ludwigsburg in dieser Kategorie die zweitbeste Mannschaft der Liga. Gegen die Bayern wird es darauf ankommen, den Rebound zu kontrollieren und die eigenen Ballverluste (16,3 im Schnitt, Platz 17) zu minimieren.
Alte Bekannte: Lenny Anigbata erhielt einen Teil seiner Jugend-Ausbildung beim FC Bayern Basketball, und auch Gavin Schilling blickt auf eine Münchner Vergangenheit zurück.
Fernsehen / Livestream: Das Spiel wird am Dienstag ab 19.45 Uhr live hier bei Dyn übertragen.


















