FC Bayern München Basketball logo
ratiopharm ulm logo
MLP Academics Heidelberg logo
Fitness First Würzburg Baskets logo
Basketball Löwen Braunschweig logo
NINERS Chemnitz logo
ALBA BERLIN logo
SYNTAINICS MBC logo
EWE Baskets Oldenburg logo
ROSTOCK SEAWOLVES logo
MHP RIESEN Ludwigsburg logo
RASTA Vechta logo
Veolia Towers Hamburg logo
Telekom Baskets Bonn logo
BMA365 Bamberg Baskets logo
SKYLINERS logo
VET-CONCEPT Gladiators Trier logo
Science City Jena logo
Home/Newscenter/Der Klassiker wieder wie in den besten Tagen: Berlin und Bonn haben die Playoffs im Visier

VorberichteDer Klassiker wieder wie in den besten Tagen: Berlin und Bonn haben die Playoffs im Visier

18. April 2026

Kampf um die Postseason: Laut unserem Tabellenrechner haben Berlin und Bonn zumindest einen Platz in den Play-Ins sicher. Der Tabellenzweite Berlin (20:8-Siege) kann sich am Montag mit einem Sieg auch schon das direkte Playoff-Ticket sichern, wenn Trier am Montag gegen die Bayern verliert. Auch Bonn hat auf dem vierten Platz das direkte Playoff-Ticket und den Heimvorteil im Visier, hat aber als einziges Team in der Liga bereits 30 Spiele absolviert (19:11-Siege) und gegen alle Verfolger (bis auf Trier, wo das Rückspiel noch aussteht) die direkten Vergleiche verloren. Um den vierten Platz oder zumindest die direkte Playoff-Teilnahme zu verteidigen, müssen die Baskets deshalb wohl noch zwei oder drei ihrer restlichen Spiele (drei auswärts) gewinnen – und alle vier, um aus eigener Kraft Vierter zu bleiben oder sogar noch Dritter zu werden.

Die besondere Brisanz: In den späten Neunzigerjahren war ein Playoff-Duell zwischen Berlin und Bonn nahezu obligatorisch, aber in den letzten 15 Jahren kreuzten sich die Wege der Baskets und der Albatrosse in der Postseason nur noch einmal – vor zwei Jahren im Viertelfinale 2024 (ALBA gewann 3-0). Die Zeichen für eine Wiederbelebung des alten Klassikers in dieser Saison stehen aber gut. Gewinnt Berlin am Montag, könnte man sich schon im Viertelfinale wiedersehen. Gewinnen die Bonner, erst später.

Status quo: Für die Bonner war es nichts Neues, nach dem Sieg gegen Braunschweig eine spielfreie Woche zu haben. Das Gastspiel in Berlin ist für die Baskets sogar der einzige Einsatz innerhalb von 18 Tagen und damit für die Spieler alleine dadurch schon ein echtes Highlight inmitten vieler Trainingseinheiten. Für Berlin war es nach dem Ausscheiden aus der Champions League hingegen ein ungewohnter Luxus, nach dem 101:77  in Ludwigsburg acht Tage frei zu haben. Pedro Calles gab das die Chance, den nun auch offiziell bis zum Saisonende nachverpflichteten Michael Ratay ins Team zu integrieren. Der College-Absolvent wird gegen Bonn sein Debüt im ALBA-Trikot geben. Stefan Koch beantwortet in seiner Kolumne "Kochs Nachschlag" u. a. die Frage, welche Rolle der gebürtige Augsburger bei ALBA spielen wird, noch mit Vorsicht.

Award-Anwärter: Zwei so extrem mit Blick auf Ausgeglichenheit konzipierte Teams wie Berlin und Bonn haben es schwer, einen Award-Kandidaten ins Rampenlicht zu schieben. Die einzige Ausnahme ist Jack Kayil, der in Abwesenheit vieler im Sommer ans US-College gewechselter Alterskollegen bei der Wahl des besten Nachwuchsspielers nahezu ohne Konkurrenz ist – zumal er auf der Spielmacherposition (11,9 PPG und 3,7 APG) wirklich starke Leistungen zeigt. Auch in der Champions League ist er spätestens nach seiner Galavorstellung im zweiten Playoff-Spiel gegen Malaga ein heißer Kandidat für diese Auszeichnung.

Grayson Murphy (mit Ball) und seine Bonner gastieren am Montag bei ALBA BERLIN. (Foto: Sebastian Derix)

Duell im Fokus: Die 97. Auflage des früheren "Hauptstadt-Klassikers" hält für die Zuschauer viele interessante Duelle bereit, zum Beispiel das der zur Kategorie „Pass first“ zählenden Spielmacher Martin Hermannsson (4,6 APG) und Grayson Murphy (6,6 APG). Der letztjährige Bonner Sam Griesel trifft auf seinen Nachfolger Alijah Comithier und der letztjährige Berliner Michael Kessens auf seinen Nachfolger Norris Agbakoko. Alles in den Schatten stellen dürfte aber das Allrounder-Duell auf der Vier zwischen Justin Bean (11,1 PPG und 5,7 RPG) und Jeff Garrett (13,5 PPG und 5,1 RPG).

Zahlen, bitte: Bonn nimmt die zweitmeisten Würfe in der Liga (68,3 pro Spiel) und Berlin die viertmeisten (66,1). Das liegt weniger an der Pace, die bei beiden Teams gar nicht einmal so hoch ist (Berlin rangiert in der Pace-Rangliste nur auf dem zehnten und Bonn nur auf dem 14. Platz). Die vielen Wurfversuche basieren vielmehr auf der Stärke am offensiven Brett (Bonn ist hier mit 15,0 Offensivrebounds pro Partie Erster und Berlin mit 13,1 Fünfter). Außerdem forcieren Bonn und Berlin mit ihrer Verteidigung beim Gegner die zweit- bzw. viertmeisten Ballverluste (15,9 bzw. 15,5 pro Spiel).

Die ewige Bilanz: Seit 1990 gab es schon 96 Duelle zwischen beiden Clubs, wovon Berlin 68 und Bonn 28 gewann (in Berlin 40-10 für ALBA). Zur „Mutter aller Spiele“ wurde das Duell in den Neunziger- und Nullerjahren, als man sich viermal im Finale (4-0 für ALBA) und zweimal im Halbfinale (1-1) gegenüberstand.

Das Hinspiel: Auch die Karrierebestleistung von Alijah Comithier (27 Punkte) konnte den von Sam Griesel (14) und Malte Delow (13) angeführten Berlinern am 6. Spieltag im Telekom Dome nichts anhaben. Nach einer frühen Berliner 25:9-Führung kamen die Baskets zwar viermal bis auf einen Punkt heran, aber die Wende gelang nie, und im Schlussviertel enteilten die Gäste wieder auf 84:70.

Meilensteine: Grayson Murphy fehlt noch ein Assist bis 200.

Am Rande der Bande: Berlin ist durch die Verpflichtung von Michael Ratay mit fünf ausländischen und sieben deutschen Profis wieder komplett. In Bonn befindet sich Tylan Birts auf der Zielgeraden zum Comeback nach seiner Fersenverletzung. Für eine Rückkehr müsste aber einer der anderen sechs Amerikaner im Aufgebot Platz machen.

Alte Bekannte: Sam Griesel spielte vor seinem Wechsel nach Berlin von 2023 bis 2025 für Bonn. Michael Kessens trug vor seiner Rückkehr nach Bonn in der Rückrunde der vergangenen Saison das ALBA-Trikot.

In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Die deutschen Junioren (U18) gewannen am vergangenen Wochenende in Mannheim mit einem 83:79-Sieg über Slowenien zum dritten Mal nach 2016 und 2018 das Albert-Schweitzer-Turnier. Im Team von Trainer Alan Ibrahimagic standen Dusan Ilic aus dem Bonner Nachwuchs sowie Anton Kemmer und Fin Borczanowski aus der ALBA-Jugend. Es ist der dritte deutsche Titel in der langen Geschichte des renommierten Nachwuchs-Turniers. 2016 gewannen die deutschen Junioren das Turnier u.a. mit dem heutigen Albatros Bennet Hundt und 2018 u.a. Jonas Mattisseck als Turnier-MVP. German Basketball ist und bleibt mad sexy!

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird Montag ab 19:45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Patrick Fritzsche.