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Home/Newscenter/Chemnitz empfängt Ulm: Richtungsweisendes Duell im Saison-Endspurt

VorberichteChemnitz empfängt Ulm: Richtungsweisendes Duell im Saison-Endspurt

13. April 2026

Kampf um die Postseason: Beide Teams kämpfen um Anschluss. Bei ratiopharm ulm rückt die Aussicht auf Heimrecht in der ersten Playoffrunde aktuell in die Ferne. Das Team steht mit 16 Siegen auf Rang fünf und muss zusehen, nicht noch aus den ersten Sechs zu fallen; sonst verpassen sie noch die direkte Playoff-Qualifikation. Die NINERS Chemnitz brauchen einen Sieg für den Anschluss an die Play-In-Ränge. Sie stehen mit zwölf Siegen auf Rang zwölf, haben aber schon zwei Siege Rückstand auf RASTA Vechta auf dem zehnten Platz. Aber der Blick auf den Tabellenrechner zeigt: Während Ulm sogar noch Erster der Hauptrunde werden kann und den Klassenerhalt sicher hat, geht es für Chemnitz rechnerisch nicht mehr höher rauf als auf Rang fünf, und auch der Abstiegskampf ist noch nicht abgeschlossen.

Status Quo: Die letzten Spiele waren für die beiden deutschen EuroCup-Teilnehmer zum Vergessen. Chemnitz kassierte drei Niederlagen in Folge gegen aktuelle Playoff-Kandidaten. Bei den MHP RIESEN Ludwigsburg (79:87) und dem FC Bayern Basketball (77:91) herrschten auswärts klare Verhältnisse. Dazwischen gab es gegen die Telekom Baskets Bonn mit 75:76 eine knappe Niederlage in eigener Halle. Ulm unterlag mit 79:86 gegen die BMA 365 Bamberg Baskets ebenfalls einem Playoff-Team, verlor aber zuvor auch noch beim Schlusslicht der Basketball Löwen Braunschweig mit 67:77.

Die zusätzliche Brisanz: Aller guten Duelle sind – vier! Ulm und Chemnitz standen sich bereits am ersten Spieltag der Saison gegenüber. Das Hinspiel ging mit 94:81 an die Ulmer, auch weil Nelson Weidemann seinen ehemaligen Teamkollegen als Topscorer 21 Punkte einschenkte. Das war Ende September vergangenen Jahres (Highlights siehe unten). Inzwischen standen sich die Teams noch zwei Mal im EuroCup gegenüber. Dabei ging jeweils das Heimteam als Sieger vom Platz: Im Oktober gewann Chemnitz mit 89:78, beim Rückspiel im Januar sicherte sich Ulm mit 88:76 den Sieg. Während Ulm als Tabellensiebter im EuroCup schon nach der Gruppenphase ausschied, war für Chemnitz eine Runde später im Achtelfinale Schluss.

Die ewige Bilanz: Von 13 Duellen gingen bislang neun Siege an Ulm. Für die NINERS fällt dabei auch die Heimbilanz negativ aus, in sieben Spielen gingen sie nur drei Mal als Sieger vom Feld. Zwei Pokalspiele haben die Teams schon gegeneinander ausgetragen, beide in Chemnitz. Im Achtelfinale 2021/2022 gewannen die Gastgeber knapp mit 87:85; im Viertelfinale 2023/2024 gewann Ulm 87:78.

Duell im Fokus: Die Topscorer treten auf der Vier gegeneinander an. Ulms Chris Ledlum führt sein Team mit 16,4 Punkten an und sammelt dazu 6,4 Rebounds im Schnitt. Chemnitz‘ Kevin Yebo legt mit 16,1 Punkten und 6,3 Rebounds nahezu die gleichen Statistiken auf. Folgerichtig sind sie in beiden Kategorien in den Top 15 der Liga vertreten. Wenig verwunderlich also, dass sie ihre Teams in Sachen Effektivität mit 15,7 (Ledlum) und 15,9 (Yebo) ebenfalls anführen.

Zahlen, bitte: Mit dem Team aus Ulm gastieren die zweitbesten Balldiebe der Liga in Chemnitz. 8,4 Steals verbuchen die Gäste pro Spiel und damit nur 0,2 weniger als Spitzenreiter München. Die NINERS stehen mit 6,2 Steals auf Rang 16 im ligaweiten Vergleich. Allerdings gehen die Ulmer dafür auch hohes Risiko in der Verteidigung. Mit 22,7 Fouls pro Spiel langen nur die MLP Academics und die MHP RIESEN Ludwigsburg öfter zu. Hier zählt Chemnitz mit 20,9 Fouls auf Rang 17 zu den zwei handzahmsten Teams der Liga. Allerdings zahlt sich das Risiko aus: Mit 78,4 gegnerischen Punkten pro Spiel stellt nur der FC Bayern eine bessere Verteidigung; Chemnitz kassiert 86,3 Punkte pro Spiel (Rang elf).

Award-Anwärter: Justin Simon kann eine echte Klette sein. Der beste Verteidiger der Saison 2021/22 ist für die defensiven Spezialaufgaben im Team zuständig und steht deshalb knapp 25 Minuten pro Spiel auf dem Platz. Zudem ist er mit 1,6 Steals pro Spiel der viertbeste Balldieb der Liga und somit durchaus im Kandidatenkreis für eine erneute Wahl zum besten Verteidiger.

Alte Bekannte: Ulms Weidemann spielte zwei Jahre für Chemnitz (2021-2023), sein Teamkollege Malik Osborne war in der Saison 2022/23 schon gemeinsam mit ihm für die NINERS auf dem Feld.

Am Rande der Bande: Bei Chemnitz fehlten zuletzt gegen München noch Roman Bedime und Jordan Schakel; Aher Uguak pausierte als siebter Ausländer. Ulms Alec Anigbata musste gegen Bamberg verletzungsbedingt früh raus.

Was die Lokalpresse schreibt: „So kannst du kein Spiel gewinnen“ – das titelte die FREIE PRESSE nach der Niederlage der NINERS in München. Dabei war Uguak mit der Leistung in der ersten Hälfte noch ganz zufrieden, konstatierte aber: „Du kannst kein Spiel gewinnen, wenn du nach der Pause so wenig Punkte machst“.

Kann sich Corey Davis (mit Ball) daheim mit seinen Chemnitzern gegen Ulm durchsetzen? (Foto: Harry Langer)

Im Blick des Bundestrainers: Nach starken Auftritten im Februar und März ist bei Kostja Mushidi etwas die Luft raus. Zuletzt legte der Flügelspieler gegen Bonn und München nur zwei und sechs Punkte auf. Auch Weidemann sucht nach Konstanz: Auf 19 Punkte gegen den SYNTAINICS MBC folgten im April zwei gegen Braunschweig und acht gegen München. Teamkollege Chris Sengfelder hingegen zeichnet sich wie immer durch Konstanz und Verlässlichkeit aus.

Meilensteine: Mit fünf Treffern aus dem Feld macht Sengfelder die 1.000 in der easyCredit BBL voll.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird Mittwoch ab 19:45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Patrick Fritzsche.