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Home/Newscenter/Beim Treffen der Nationalspieler: Erneutes Crunchtime-Duell zwischen Ulm und Berlin?

VorberichteBeim Treffen der Nationalspieler: Erneutes Crunchtime-Duell zwischen Ulm und Berlin?

20. April 2026
Vor allem ratiopharm ulm braucht jeden Sieg im engen Playoff-Rennen, um nicht noch aus den sicheren Playoff-Plätzen zu fallen. Der Sechste (17 Siege, 13 Niederlagen) spürt den Atem der Konkurrenz im Nacken, der Siebte Trier (16-14), Achte Ludwigsburg (16-14) und Zehnte Rostock (14-14) haben nur eine Niederlage mehr auf dem Konto. Die Berliner sitzen mit einer Bilanz von 21-8 derweil relativ komfortabel auf dem zweiten Platz, da Tabellenführer München ganze drei Niederlagen weniger und der Dritte Bamberg zwei Niederlagen mehr kassiert hat. Unser Tabellenrechner zeigt seit Montagabend auch die direkte Playoff-Qualifikation für die Albatrosse an.

Kampf um die Postseason: Vor allem ratiopharm ulm braucht jeden Sieg im engen Playoff-Rennen, um nicht noch aus den sicheren Playoff-Plätzen zu fallen. Der Sechste (17 Siege, 13 Niederlagen) spürt den Atem der Konkurrenz im Nacken, der Siebte Trier (16-14), Achte Ludwigsburg (16-14) und Zehnte Rostock (14-14) haben nur eine Niederlage mehr auf dem Konto. Die Berliner sitzen mit einer Bilanz von 21-8 derweil relativ komfortabel auf dem zweiten Platz, da Tabellenführer München ganze drei Niederlagen weniger und der Dritte Bamberg zwei Niederlagen mehr kassiert hat. Unser Tabellenrechner zeigt seit Montagabend auch die direkte Playoff-Qualifikation für die Albatrosse an.

Die besondere Brisanz der ewigen Bilanz liegt in den vielen Duellen in der jüngeren Vergangenheit. Seit der Saison 2022/23 standen sich beide Teams in jeder Spielzeit auf großer Bühne, also in den Playoffs oder im Pokal, gegenüber, meist mit dem besseren Ausgang für Ulm, wenngleich die ewige Bilanz mit 69-28 deutlich zugunsten Berlins ausfällt: 2023 schaltete Ulm auf dem Weg zur Meisterschaft im Playoff-Viertelfinale den damaligen Titelverteidiger Berlin mit 3-1 aus; ein Jahr später warfen die Ulmer die Albatrosse im Pokal-Halbfinale raus; und in der vergangenen Saison kegelten die Münsterstädter erneut im Playoff-Viertelfinale, diesmal per Sweep, Berlin aus der Endrunde. Die Revanche glückte den Albatrossen in dieser Saison, als sie im Pokal-Achtelfinale Ulm mit 90:68 dominierten. Gegen keine andere deutsche Mannschaft hat Ulm in dieser Saison eine größere Packung kassiert. Wer weiß, vielleicht treffen der aktuelle Tabellenzweite Berlin und Sechste Ulm ja auch in diesen Playoffs aufeinander.

Das Hinspiel: Die Revanche für die Pokal-Pleite gelang Ulm Mitte Dezember im Hinspiel: Einen 67:66-Crunchtime-Erfolg entführte der Vizemeister aus Berlin, weil Jack Kayil (14 PTS, 5 AST) den letzten Wurf vergab. Die Gäste retteten sich über die Ziellinie, nachdem sie in den letzten zweieinhalb Minuten nicht gepunktet hatten. Mark Smith (18 PTS) war Ulmer Topscorer, Justin Simon (11 PTS, 9 REB, 6 AST) die Vielseitigkeit in Person.

Status quo: Die Ulmer stoppten zuletzt ihren Negativtrend von vier Auswärtsniederlagen in Serie und entführten einen 75:68-Erfolg aus Rostock. Die Gäste forcierten 20 Ballverluste und wurden offensiv vor allem von Chris Ledlum (20 PTS, 8 REB) geschultert. Die Berliner können sich nach ihrem Aus im EuroCup ganz auf den Ligabetrieb konzentrieren – was sie in beeindruckender Manier tun: Auf einen 101:77-Auswärtssieg in Ludwigsburg folgte ein 91:75-Heimerfolg gegen Bonn.

Duell im Fokus: Im letzten WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft noch Teamkollegen, aber auch gleichzeitig Konkurrenten um Minuten und zukünftig um einen Kaderplatz, nun wieder Kontrahenten in unterschiedlichen Teams: Wenn Ulms Nelson Weidemann und Berlins Jack Kayil auf der Eins aufeinandertreffen, lohnt sich ein Blick, zumal sich hier zwei gebürtige Berliner duellieren – wovon der eine (Weidemann) gegen seinen Heimatclub antritt und der andere (Kayil) beinahe zum Helden im Hinspiel avancierte. Der ALBA-Guard vergab zwar den potentiellen Gamewinner, hat in dieser Saison aber schon zuhauf seine Clutch-Qualitäten unter Beweis gestellt. Zuletzt hat Kayil aber etwas seinen Rhythmus verloren, in drei der vergangenen fünf Partien kam er nicht über sechs Zähler hinaus. Aus Weidemanns Sicht soll sich daran nichts ändern, als defensivstarker Guard könnte der Ulmer auch dafür sorgen.

Im Blick des Bundestrainers ist das Spiel zwischen Ulm und Berlin nicht nur wegen dieses Duells im Fokus, sondern weil gleich sechs aktuelle Spieler auf dem Parkett stehen, die bei den dies- und letztjährigen WM-Qualifikationsspielen das DBB-Trikot getragen haben: Chris Sengfelder und Nelson Weidemann bei Ulm, Norris Agbakoko, Malte Delow, Jack Kayil und Jonas Mattisseck bei Berlin. Bei den Albatrossen hat zudem Bennet Hundt Länderspielerfahrung, Michael Rataj lief für DBB-Nachwuchsteams auf. Bundestrainers Alex Mumbru wird derweil auch aufgefallen sein, dass die Berliner mit 56,3 Prozent die meiste Einsatzzeit ligaweit an einheimische Spieler verteilen.

Norris Agbakoko gastiert mit seinen Berlinern am Mittwoch in Ulm. (Foto: Tilo Wiedensohler)

Alte Bekannte: Nelson Weidemann spielte in seiner Heimatstadt Berlin in ALBAs JBBL- und NBBL-Team, verließ die Hauptstadt aber bereits im Alter von 17 Jahren. Auf der Gegenseite hatte Berlins Neuzugang Michael Rataj eine Ulmer Vergangenheit: In der Saison 2021/22 stand der Big Man in Ulm unter Vertrag, spielte vornehmlich im Nachwuchsteam, debütierte aber auch in der Beletage. Dann wechselte Rataj in der NCAA. Chris Sengfelder und Sam Griesel waren 2023/24 Teamkollegen in Bonn.

Award-Anwärter: Trotz fehlendem Rhythmus in den vergangenen Spielen, Jack Kayil dürfte die Auszeichnung zum besten Nachwuchsspieler der Liga kaum zu nehmen sein. Ob die gute Leistung des Guard-Talents auch Justin Bean ein paar Stimmen im MVP-Rennen kostet? Der Forward ist der effektivste Spieler beim Tabellenzweiten, aber die Albatrosse treten eben auch recht ausgeglichen auf.

Zahlen, bitte: Ulm kassiert die zweit- (78,1 PPG), Berlin die drittwenigsten Punkte (78,6 PPG) der Liga. Nur ein Team verteidigt den gegnerischen Dreier besser als die Ulmer Defensive (31,6 3P%), und nur zwei Teams forcieren mehr Ballverluste als Ulm (15,7 TPG) und Berlin (15,5 TPG).

Am Rande der Bande saß bei Ulm zuletzt weiterhin Alec Anigbata, die Berliner traten zuletzt in Vollbesetzung an.

In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Einige deutsche Nationalspieler treffen also aufeinander, blickt man auf Akteure mit Ulmer und Berliner Vergangenheit, wird man beim letzten WM-Qualifikationsspieler noch weiter fündig: Gleich zehn der zwölf DBB-Akteure, die im Heimspiel gegen Kroatien den Adler auf der Brust trugen, sind schon für Berlin und Ulm aufgelaufen. Mit 91:89 setzte sich das DBB-Team vor knapp zwei Monaten gegen Kroatien durch; Ulm und Berlin haben ihren Anteil, dass deutscher Basketball weiter sexy bleibt.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Mittwoch ab 18.15 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Florian Pertsch.