Zum ersten Mal seit dem Playoff-Halbfinale 2023 hat der FC Bayern Basketball dreimal in der Liga nacheinander verloren, gegen die NINERS Chemnitz stoppt der Tabellenführer diesen Negativtrend. Den 91:77-Heimerfolg sichern sich die Bayern durch eine Leistungssteigerung nach der Pause. Die Chemnitzer mussten nach der dritten Niederlage nacheinander hingegen einen Dämpfer im Rennen um die Play-Ins einstecken.
Spielverlauf und Wendepunkt: Die Bayern kamen zu einigen Abschlüssen in Korbnähe, die Chemnitzer versuchten es hingegen mehr aus der Distanz – für beide Teams lief es mit diesen unterschiedlichen Ansätzen offensiv, beide Mannschaften trafen im ersten Viertel über 52 Prozent ihrer Feldwürfe. Dank fünf versenkter Dreier führten die Gäste mit 28:26. Im zweiten Durchgang setzte sich eine Partie auf Augenhöhe fort: Zehnmal wechselte die Führung, viermal stand es unentschieden. Die Bayern ließen in den letzten knapp drei Minuten keine Punkte zu und gingen mit einer 46:45-Führung in die Kabine.
Den ersten Lauf der Partie legten die Bayern hin, Niels Giffey krönte Mitte des dritten Durchgangs per Dreier einen 10:0-Lauf zur bis dato höchsten Führung des Spiels (60:53). Sieben Minuten vor Spielende schraubte Justinian Jessup ebenfalls per Dreier den Münchener Vorsprung zum ersten Mal in den zweistelligen Bereich. Zu Beginn der Crunchtime forcierten die Bayern vier Ballverluste in Serie, Giffey erhöhte – mal wieder – per Dreier auf 79:63.
Kampf um die Postseason: Die Bayern behaupten ihre komfortable Tabellenführung. Lange dürfte es nicht mehr dauern, ehe die direkte Playoff-Qualifikation perfekt ist, das wird dann auch unser Tabellenrechner anzeigen. Die Chemnitzer mussten nach der dritten Niederlage nacheinander einen Dämpfer im Rennen um die Play-Ins einstecken und haben weiter zwei Siege weniger auf dem Konto als der Zehnte Vechta.

Duell im Fokus: Für Chemnitz' Kevin Yebo fiel das (nicht positionsgetreue) Duell gegen Münchens Andi Obst aus, womit sich nicht die beiden besten deutschen Scorer gegenüberstanden, unter dem Korb durfte Yebo in Isiaha Mike aber gegen einen ehemaligen Teamkollegen ran. Mit 13 Punkten und einem persönlichen Saisonbestwert markierte Yebo sein viertes Double-Double der Saison. Mike kam mit elf Zählern und fünf Rebounds da nicht heran, verteilte aber drei Assists und verzeichnete zwei Steals.
Zahlen, bitte: 28 Punkte hatten die Bayern im ersten Viertel kassiert, nach der Pause zogen sie in der Verteidigung an: In den ersten 18 Minuten der zweiten Hälfte gestatteten sie nur 24 Zähler. Aus den Chemnitzer Ballverlusten schalteten die Münchener zudem schnell um, mit 22:5 erzielten sie im Fastbreak deutlich mehr Punkte.
Spieler der Partie: Bei den Bayern punkteten gleich sechs Spieler zweistellig, womit sich kein herausragender Spieler aufdrängte. Justinian Jessup war mit 15 Zählern (6/7 FG) in 19 Minuten besonders effektiv, Xavier Rathan-Mayes war mit 16 Zählern Topscorer.
Die Deutschen: Auch Oscar da Silva (15 PTS, 7/9 FG) und Niels Giffey (10 PTS) punkteten zweistellig.
Meilensteine: Chemnitz' Kostja Mushidi stand zum 150. Mal in der Beletage auf dem Parkett.
Am Rande der Bande saßen bei Chemnitz Roman Bedime, Aher Uguak und Jordan Schakel. Bei München setzten neben den langzeitverletzten Spielern zudem Stefan Jovic, David McCormack und Andi Obst aus.
Wie geht’s weiter: Die Bayern stehen bereits am Dienstag wieder auf dem Parkett, dann gastiert Ludwigsburg in München. Die Chemnitzer empfangen tags darauf für ihr erstes von drei Heimspielen nacheinander Ulm.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.






















