Die BMA365 Bamberg Baskets bleiben neben Vechta das aktuell heißeste Team der Liga und haben nun das Heimrecht in der ersten Playoffrunde sicher. Die NINERS Chemnitz verpassen es, sich einen Sieg Vorsprung auf die direkte Konkurrenz zu verschaffen, haben es aber weiter in eigener Hand mit der Play-In-Qualifikation. Nachdem die erste Halbzeit sich aufgrund einer technischen Panne für beide Teams etwas in die Länge zog, schafft Bamberg in der zweiten klare Verhältnisse.
Spielverlauf: Beim Stand von 20:12 für Bamberg und noch 03:17 Minuten im ersten Viertel gab es erstmal noch eine Aufwärmrunde für beide Teams, da die Anzeigetafel in der Halle zeitweise nicht funktionierte. Als es nach über einer halben Stunde Pause weiterging, beendeten die Gäste das Viertel mit einer Führung von 27:20. Der zweite Abschnitt verlief dann ohne größere Unterbrechungen, und Chemnitz konnte bis zur Halbzeit auf 40:43 verkürzen.
Den entscheidenden Lauf legte Bamberg Mitte des dritten Viertels hin. Cobe Williams ging bei diesem 13:0 mit drei Assists und einem Dreier vorweg und führte sein Team auf 56:43 davon. Mit einem weiteren Dreier zum Viertelende erhöhte Demarcus Demonia noch auf 68:50. Im Schlussabschnitt haderte Chemnitz viel mit dem eigenen Spiel und musste Bamberg weiter davonziehen lassen.
Kampf um die Postseason: Bamberg sichert mit dem 21. Saison-Sieg das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde, denn laut Tabellenrechner geht es nicht mehr weiter runter als auf Rang vier. Die NINERS Chemnitz halten dank des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die EWE Baskets Oldenburg und die ROSTOCK SEAWOLVES ihren Play-In-Rang. Allerdings ist die Postseason mit Blick auf das Verfolgerfeld alles andere als sicher.
Duell im Fokus: Mit zwölf Punkten und acht Rebounds machte Kevin Yebo ein solides Spiel. Aber auch dem Chemnitzer Center war zum Ende hin der Frust über die anstehende Niederlage anzumerken. EJ Onu kam ebenfalls auf zwölf Punkte, er griff mit vier Rebounds allerdings deutlich weniger am Brett ab. Dafür schickte der Bamberger Center seine fast schon standardmäßigen drei Blocks zurück an den Absender.

Spieler der Partie: Bamberg präsentierte sich erneut sehr ausgeglichen. Zehn Spieler punkteten, fünf von ihnen zweistellig, Daniel Keppeler und Moritz Krimmer fehlte nur jeweils ein Punkt. Auffallend war die Leistung von Austin Crowley, der auf zwölf Punkte kam und mit neun Rebounds nur knapp ein Double Double verpasste.
Zahlen, bitte: 25 Ballverluste stehen am Ende bei Chemnitz im Boxscore. Der Großteil davon mit sieben und sechs bei den Aufbauspielern Eric Washington und Corey Davis. Das ist für die NINERS nicht nur ein neuer Negativ-Rekord in dieser Saison, sondern stellt sogar den klubeigenen Höchstwert in der easyCredit BBL ein. Bamberg passte mit 13 Ballverlusten deutlich besser auf den Ball auf.
Die Deutschen: Keppeler und Krimmer steuerten je neun Punkte bei, bei den Rebounds hatte Krimmer mit vier gegenüber Keppeler allerdings doppelt so viel im Boxscore stehen.
Award-Anwärter: Ibi Watson taucht in der MVP-Diskussion das ein oder andere Mal auf. Er überragte zwar nicht, aber zehn Punkte, vier Rebounds und vier Assists waren ein nettes Gesamtpaket. Anton Gavel lässt keine Zweifel daran, dass er dem Titel "Trainer der Saison" immer näher kommt: Er führte sein Team seit dem Pokalsieg im zehnten Spiel zum neunten Sieg und Bamberg nun zum Heimrecht in der ersten Runde der Playoffs.
Am Rande der Bande: Nike Sibande pausierte erneut als siebter ausländischer Profi.
Wie gehts weiter: Die NINERS Chemnitz haben noch drei reguläre Saisonspiele vor sich: in Berlin, gegen Frankfurt und in Braunschweig. Auch die BMA365 Bamberg Baskets haben noch drei Spiele ausstehen; gegen Hamburg, in Weißenfels und gegen Bonn.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.


















