Drei Siege aus den vergangenen vier Spielen: Die Basketball Löwen Braunschweig träumen weiter vom Klassenerhalt! Der 112:93-Heimerfolg gegen den SYNTAINICS MBC beschert der Mannschaft von Headcoach Ramon Diaz den achten Saisonerfolg, das rettende Ufer ist nur noch zwei Siege entfernt. Mit 112 Zählern punkten die Braunschweiger in dieser Saison erstmals dreistellig, dabei sticht Bryant Crawford mit 29 Zählern in 20 Minuten heraus. Die Wölfe verpassen es durch die Niederlage, den Klassenerhalt zu sichern.
Spielverlauf und Wendepunkt: Von wegen Abstiegskrampf: Es entwickelte sich direkt ein offensiv abwechslungsreiches Spiel, bei dem beide Teams in Weißenfels' Jure Planinic und Braunschweigs Simi Shittu Unruheherde unter dem Korb hatten und bei dem beide hochprozentig von Downtown trafen, sodass im ersten Viertel insgesamt 57 Punkte auf der Anzeige standen. Die Braunschweiger führten mit 29:28, weil sie bis dahin überragende 68,8 Prozent aus dem Feld einnetzten. Die größten Impulse von der Bank erhielten die Löwen – dank Bryant Crawford: In der 13. Spielminute versenkte der Guard seinen bereits fünften Dreier und zwang die Gäste beim Stand von 38:30 zur Auszeit. Die Löwen brüllten in der Offensive weiter, wiesen zur Pause immer noch eine starke Quote von 65,5 Prozent aus dem Feld auf, dominierten das zweite Viertel mit 33:14 und zogen auf 62:42 davon.
Die Wölfe zwangen Braunschweig nach einem 7:0-Start in die zweite Hälfe nach bereits 68 Sekunden zur Auszeit. In der 28. Minute gingen die Gäste erstmals im Spiel an die Linie und drückten ihren Rückstand zwischenzeitlich in den einstelligen Bereich. Die 32 Punkte im zweiten Viertel waren aber nur ein kurzes Weißenfelser Aufflammen: Nach 3:19 Minuten im vierten Viertel standen nur drei Punkte ganzen fünf Ballverlusten gegenüber, wenig später hatten die Löwen wieder ihre 20-Punkte-Führung hergestellt (97:77). Danach ließen die Braunschweiger nichts mehr anbrennen.

Abstiegskampf: Die Braunschweiger haben nach dem achten Saisonerfolg das rettende Ufer weiter im Blick, der Drittletzte Jena hat nur zwei Siege mehr auf dem Konto. Die Weißenfelser stehen weiter bei zwölf Siegen und verpassten es, den Klassenerhalt zu sichern – wie auch unser Tabellenrechner zeigt.
Duell im Fokus: Braunschweigs Bryant Crawford und Weißenfels' Marcus Foster setzten nach ihren Einwechslungen im ersten Viertel direkt Akzente und versenkten jeweils zwei Dreier. Am Ende lief aber nur einer der beiden Reservisten heiß: Crawford hatte nach acht Minuten auf dem Parkett bereits 17 Zähler markiert, am Ende avancierte die Nachverpflichtung mit 29 Zählern in gerade mal 20:21 Minuten bei überragenden Quoten (8/10 FG, 6/7 3P, 7/7 FT), vier Assists und drei Steals zum überragenden Mann der Partie und hatte fünf Punkte mehr erzielt als die gesamte Weißenfelser zweite Garde! Foster kam auf 13 Zähler und drei Rebounds.
Spieler der Partie: Diese Auszeichnung gebührt natürlich Bryant Crawford, bei Weißenfels zeigte das Spielmacher-Center-Gespann Charles Callison (21 PTS, 5/8 3P, 4 AST) und Jure Planinic (22 PTS, 10/13 FG) eine starke Partie.
Rekordverdächtig: Die 112 Punkte sind für Braunschweig gleichbedeutend mit einem teaminternen Saisonrekord, ligaweit erzielten in dieser Saison in Vechta (123 und 121), Rostock (118) und Trier (115) nur drei Teams mehr Punkte in einem Spiel. Die 57 Punkte im ersten Viertel, die beide Teams zusammen auflegten, waren nur drei Zähler vom Saisonrekord für Anfangsabschnitte entfernt (aufgestellt beim Spiel zwischen Vechta und Trier).
Zahlen, bitte: Wie die Braunschweiger ihren teaminternen Saisonrekord aufstellten? Sie trafen 63,2 Prozent ihrer Feldwürde, 61,9 Prozent ihrer Dreier und kamen viel häufiger an die Freiwurflinie (27/33 FT) als die Wölfe (4/4 FT).
Am Rande der Bande saßen bei Braunschweig weiter Philipp Hartwich, Barra Njie und Luka Scuka. Bei den Wölfen setzten Perttu Blomgren und Andrew Harrison aus.
Wie geht’s weiter: Die Braunschweiger gastieren am kommenden Freitag in Vechta. Für die Weißenfelser steht unter der Woche ein Saison-Highlight an, dann steigt das Final Four der ENBL in Weißenfels, im Halbfinale am Mittwoch treffen die Wölfe auf Manchester Basketball. Im Ligabetrieb geht es am Sonntag mit einem Heimspiel gegen Würzburg weiter.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.






















