Der FC Bayern Basketball gewinnt am 30. Spieltag der easyCredit BBL beim starken Aufsteiger VET-CONCEPT Gladiators Trier mit 104:80 und sichert sich somit das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde. Mit einer Bilanz von 23-5 rangiert der Deutsche Meister weiterhin an der Tabellenspitze, während Trier mit 16-14 in den Play-In-Rängen platziert ist. Bester Werfer des Abends ist Oscar da Silva mit 22 Punkten.
Spielverlauf und Wendepunkt: Der defensive Fokus des FC Bayern lag in der Anfangsphase klar auf Triers Topscorer Jordan Roland, der kaum einen Wurf losbekam. Dennoch spielte der Aufsteiger - angetrieben von seinen lautstarken Fans - im ersten Viertel munter mit und lag nach zehn gespielten Minuten nur mit zwei Zählern im Hintertreffen (19:21). Im weiteren Spielverlauf griff die Münchner Verteidigung immer mehr und ermöglichte dem Favoriten viele Punkte aus dem Fastbreak, sodass Jacques Schneider beim Stand von 27:41 zu einer Auszeit gezwungen wurde.
München agierte weiter souverän und ließ sich auch nicht durch die Disqualifikation von Wenyen Gabriel aus der Bahn werfen, der sich nach einem unsportlichen Foul zu einem Schubser gegen Maik Zirbes hinreißen ließ, der ebenfalls mit einem Unsportlichen belegt wurde. Die Bayern kontrollierten auch die zweite Halbzeit und fuhren einen auch in der Höhe verdienten Auswärtssieg ein.
Kampf um die Postseason: Unruhe wäre ein zu großes Wort, doch eine leichte Unzufriedenheit herrschte in München während der letzten Wochen in der Liga schon. Vor allem bei Svetislav Pesic, wie der Wutanfall des „Alten“ beim Spiel gegen die NINERS zeigte. Nachdem sich die Bayern am Freitag in Barcelona aus der EuroLeague-Saison verabschiedet haben, können sie sich nun ganz auf die nationale Meisterschaft konzentrieren, um den einzigen noch möglichen Titel in dieser Saison zu holen. Experte Stefan Koch hält die Bayern in dieser Saison allerdings nicht für unantastbar, wie er in seiner neuesten Kolumne verrät. Dennoch liegt man voll auf Kurs in Richtung des ersten Platzes nach der Hauptrunde.

Duell im Fokus: Knapp 21 Minuten pro Spiel steht Weltmeister Niels Giffey auf dem Feld, was er bisher zu 8,5 Punkten und einer Dreierquote von 50 Prozent nutzt. Nicht ganz so hoch dekoriert, aber für sein Team ähnlich wichtig ist Nolan Adekunle auf Trierer Seite. Zum direkten Duell der "Edel-Rollenspieler" kam es allerdings gar nicht, da Adekunle nicht mitwirken konnte. Giffey lieferte mit sieben Zählern und drei Assists eine gewohnt solide Vorstellung ab.
Zahlen, bitte: 43:28 lautete das Reboundverhältnis nach 40 Minuten. Die Bayern spielten ihre physischen Vorteile unter den Brettern gnadenlos aus.
Spieler der Spiels: Oscar da Silva! Der Münchner legte mit 22 Punkten ein neues Career-High auf und war bester Werfer seiner Mannschaft.
Die Deutschen: Neben da Silva scorten Marten Linßen und Andi Obst mit jeweils zehn Punkten zweistellig.
Award-Anwärter: Den ersten Platz in der Korbjägerliste musste Jordan Roland am Montagabend Chris Clemons aus Oldenburg nach dessen 28 Punkten im Spiel gegen Rostock überlassen, doch ohne Zweifel hat der Trierer Publikumsliebling, der vor Kurzem seinen Vertrag an der Mosel gleich um zwei Jahre verlängert hat, das Zeug, um zum besten Offensivspieler der Liga gewählt zu werden. Beim Voting zum „Coach des Jahres“ hat Triers Jacques Schneider große Konkurrenz durch Bambergs Pokalsiegertrainer Anton Gavel – chancenlos dürfte Schneider aber bestimmt nicht sein!
Am Rande der Bande: Bei den Bayern fehlten neben den Langzeitverletzten Rokas Jokubaitis, Kamar Bladwin und Elias Harris auch Johannes Voigtmann.
Wie gehts weiter: Trier reist am Samstag zum Aufsteiger-Duell nach Jena. Die Bayern spielen bereits am Donnerstag ein Nachholspiel in Würzburg.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.



















