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Home/Newscenter/Ost-Derby zwischen Jena und Chemnitz erstmals erstklassig: Landet der Aufsteiger gegen den alten ProA-Rivalen den ersten Heimsieg?

VorberichteOst-Derby zwischen Jena und Chemnitz erstmals erstklassig: Landet der Aufsteiger gegen den alten ProA-Rivalen den ersten Heimsieg?

06. November 2025
Die NINERS Chemnitz haben sich in den letzten Jahren mit vier Playoff-Teilnahmen in Folge (inklusive Halbfinale 2024) zu einem Spitzenteam gemausert und sind mit ihrer Bilanz von vier Siegen und zwei Niederlagen aus den ersten sechs Spielen als Tabellenvierter auf einem guten Weg, diese stolze Serie fortzuschreiben. Allerdings kassierten die Neunziger unter Woche auf internationalem Parkett gegen Bourg-en-Bresse eine bittere 82:85-Pleite.

Status Quo: Die NINERS Chemnitz haben sich in den letzten Jahren mit vier Playoff-Teilnahmen in Folge (inklusive Halbfinale 2024) zu einem Spitzenteam gemausert und sind mit ihrer Bilanz von vier Siegen und zwei Niederlagen aus den ersten sechs Spielen als Tabellenvierter auf einem guten Weg, diese stolze Serie fortzuschreiben. Allerdings kassierten die Neunziger unter der Woche auf internationalem Parkett gegen Bourg-en-Bresse eine bittere 82:85-Pleite.

Science City Jena gelangen als Aufsteiger mit Siegen in Heidelberg und Oldenburg sowie einer starken Leistung am vergangenen Spieltag in Würzburg (92:97 nach zwei Verlängerungen) einige Paukenschläge. Mit 2-3 Siegen rangiert der Neuling trotzdem auf dem 14. Platz, der Klassenerhalt bleibt das realistische Ziel. Ein Sieg im Derby – es wäre der erste Heimsieg der Saison für die Wissenschaftstädter – wäre auch vor diesem Hintergrund doppelt wertvoll. Chemnitz hat auswärts erst ein Spiel (in Heidelberg) gewonnen.

Die besondere Brisanz: Bis 2016, als Jena in die erste Liga aufstieg, war Chemnitz gegen Jena in der zweiten Liga das Derby aller Derbys (Bilanz 18-11 für Jena). 2019 stieg Jena wieder aus der BBL ab, und es gab in der ProA noch zwei weitere Auflagen des großen Derbys: Chemnitz gewann 90:78 sowie 97:68 und wurde als Tabellenerster nach dem Corona-bedingten Saisonabbruch zum Aufsteiger erklärt. Jena war nur Dritter und blieb in der ProA, womit das beliebte Derby erneut auf Eis gelegt war – bis jetzt: Zum ersten Mal stehen sich Jena und Chemnitz in der easyCredit BBL gegenüber!

Duell im Fokus: Natürlich haben die Spielmacher Corey Davis (15,5 Punkte und 9,0 Assists) und Eric Washington (15,6 Punkte und 4,6 Assists) am häufigsten den Ball, aber spektakuläre Duelle kann man in diesem Derby auch unter den Körben erwarten.

Von den zwölf effektivsten Big Men (Power Forwards und Center) in unserer Liga spielen Kevin Yebo (3.), Yordan Minchev (4.) und Amadou Sow (7.) in Chemnitz sowie Great Osobor (10.) und Joe Wieskamp (11.) in Jena. Am auffälligsten agieren auf Chemnitzer Seite Kevin Yebo (15,4 Punkte und 6,2 Rebounds) mit seiner explosiven Athletik und bei Jena Great Osobor (17,8 Punkte und 4,6 Rebounds) als technisch versiertes Kraftpaket.

Kevin Yebo gastiert mit Chemnitz in Jena ... wenn er bis dahin wieder fit ist. (Foto: Lukas Adler)

Zahlen, bitte: Jena nimmt im Schnitt 31,8 Würfe aus der Distanz und Chemnitz 30,8. Damit zählen beide Teams zu den vier eifrigsten Teams an der Dreierlinie. Die Quoten sind allerdings mit 35,2 (Jena) bzw. 33,5 Prozent allenfalls mittelmäßig. Beide kompensieren das jedoch mit ihrer Stärke am offensiven Brett: Chemnitz ist dort mit im Schnitt 14,0 Offensivrebounds das drittbeste Team in der Liga und Jena (12,8) das sechstbeste.

Meilensteine: Routinier Robin Christen (Jena) fehlen noch drei Steals bis 100. Kevin Yebo (Chemnitz) fehlen noch 19 Punkte bis 1.500. Ty Brewer (Chemnitz) benötigt noch 21 Punkte bis 500.

Rekordverdächtig: Seit dem Fall der Mauer hat sich das Kontingent ostdeutscher Clubs in der easyCredit BBL kontinuierlich vergrößert. Nach Berlin, Weißenfels, Chemnitz und Rostock ist Jena jetzt schon der fünfte BBL-Standort in Ostdeutschland.

Die ewige Bilanz: … erhält hier (zumindest auf Erstliga-Level) endlich einen neuen Eintrag.

Am Rande der Bande: Während Björn Harmsen in den letzten Wochen sein Aufgebot komplett zur Verfügung hatte, schmerzen Rodrigo Pastore weiter die Ausfälle von Roman Bedime und Julian Steinfeld, die als wichtige deutsche Rotationsspieler eingeplant waren. Auch die Nachverpflichtung von Gavin Schilling konnte das bislang noch nicht kompensieren. Zudem setzten unter der Woche Kevin Yebo (Fieber) und Nike Sibande (Knöchelverletzung) aus.

Alte Bekannte: Chris Carter spielte 2016/2017 sowie 2019/2020 für Chemnitz in der ProA und feierte mit den NINERS den Aufstieg, Eric Washington lief in der Saison 2021/2022 ab Dezember für Chemnitz in der easyCredit BBL auf.

In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Obwohl es seit 1951 auch eine DDR-Nationalmannschaft gab, trat bei der Europameisterschaft 1953 in Moskau noch eine gesamtdeutsche Mannschaft mit acht west- und vier ostdeutschen Spielern an. Die belegte aber bei 17 Teilnehmern nur den 14. Platz. Fortan traten die BRD und die DDR bei internationalen Turnieren mit getrennten Teams an. Von den insgesamt sechs Vergleichen gewann die DDR-Auswahl die ersten fünf. Erst im sechsten Vergleich 1973 setzte sich die BRD-Auswahl bei der EM-Qualifikation zum einzigen Mal durch. Vier Jahre zuvor hatte das SED-Politbüro in seinem „Leistungssportbeschluss” den Basketball als nicht mehr förderungswürdig – heute würde man sagen: als nicht mehr so sexy – herabgestuft. Aber das ist zum Glück Geschichte. Heute ist German Basketball wieder mad sexy!

Lesen bildet: Wie großartig sich der Profi-Basketball in Ostdeutschland entwickelt hat, zeigt übrigens der Blick auf die Kolumne von Stefan Koch von vor fünfeinhalb Jahren, in der er damals einen kritischen Blick auf die Ost-Klubs warf.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Samstag, den 08.11.2025, ab 15:45 Uhr live bei Dyn übertragen. Kommentator vor Ort ist Johannes Hülstrung, als Moderatorin führt Anett Sattler durch die Sendung. Der Sender strahlt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals sowie Spiele der Basketball Champions League, des FIBA Europe Cups und der amerikanischen Collegeliga NCAA aus. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sein werden. Dyn ist über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TVs verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.