Die besondere Brisanz: Kann man sich ein spannenderes Rennen um die begehrten Plätze in der easyCredit Basketball Bundesliga vorstellen? Bestes Beispiel für die Ausgeglichenheit ist eine Fünfergruppe, die vor dem 27. Spieltag mit einer Bilanz von jeweils 12-12 die Plätze acht bis zwölf im Klassement einnimmt. Zu diesen Klubs gehören auch die ROSTOCK SEAWOLVES und die MHP RIESEN Ludwigsburg, entsprechend kommt den direkten Duellen eine besondere Bedeutung zu.
Status Quo: Die beiden Kontrahenten fuhren zuletzt wichtige Siege ein. Während die Rostocker sich überraschend deutlich mit 85:67 gegen den Tabellenzweiten ratiopharm ulm durchsetzten, lagen die Ludwigsburger in Vechta zunächst hoch zurück und erkämpften sich trotz eines zwischenzeitlichen 21-Punkte-Defizits noch einen 70:64-Erfolg bei RASTA. Vor allem das vierte Viertel, das mit 22:6 an die MHP RIESEN ging, sollte Warnung genug sein für die SEAWOLVES: Ludwigsburg lebt!
Rekordverdächtig: Mit den elf (!) Spielern, die den ROSTOCK SEAWOLVES und MHP RIESEN Ludwigsburg im Verlauf der aktuellen Saison zusammengerechnet den Rücken gekehrt haben, ließe sich ein kompletter Kader basteln. Tyler Nelson, Till Gloger, Aigars Skele, Godwin Omenaka und Darnell Brodie verließen Rostock – Jeff Roberson, Deane Williams, Andrew Pacher III, Kevin Cross Jr., Kellan Grady und Elijah Pemberton gehörten zwischenzeitlich den RIESEN an und zählen inzwischen nicht mehr zum Team. Und auch Headcoach John Patrick musste vorzeitig sein Amt abgeben.
Kaum überraschend, dass beide Klubs das volle Kontingent an erlaubten Nachverpflichtungen ausreizten: Die SEAWOLVES verstärkten sich nach und nach mit JeQuan Lewis, Nijal Pearson, Malik Osborne und Pedro Bradshaw, die RIESEN wiederum holten Jarred Ogungbemi-Jackson (verletzungsbedingtes Saisonende), Elijah Pemberton (Vertrag wieder aufgelöst), Deane Williams (Vertrag wieder aufgelöst)und Booker Coplin.

Duell im Fokus: Es gibt bei Rostock und Ludwigsburg jeweils nur einen Spieler, der gleichzeitig alle 24 Saisonspiele mitgemacht und dabei auch noch durchgehend in der Startformation gestanden hat: Bryce Hamilton bei den SEAWOLVES und Ezra Manjon bei den MHP RIESEN. Ihr besonderer Wert lässt sich auch an den hohen Einsatzzeiten ablesen, denn Hamilton steht im Schnitt 29:35 Minuten auf dem Parkett, Manjon 28:58. Beide führen ihr Team als Topscorer an (Hamilton: 16,5 Punkte pro Partie, Manjon: 14,1). Es würde kaum überraschen, wenn der Ausgang der Partie am Samstag zu einem großen Teil von ihren Leistungen abhängt.
Zahlen, bitte: Offensiv gehören die Rostocker nicht zu den punktehungrigsten Teams der Liga, ihre 80,7 Zähler im Schnitt reichen in dieser Statistik nur zum zwölften Platz. Ludwigsburg ziert derweil mit 74,5 Punkten nach wie vor den letzten Rang. Bei der Arbeit unter den Brettern hingegen finden sich die Teams unter den besten Fünf: Die MHP RIESEN sind bei den Rebounds mit 39,5 Erster, die SEAWOLVES mit 38,3 Fünfter. In Sachen Assists muss der Blick ganz nach unten gerichtet werden: Rostock ist 16. (14,1 pro Spiel), Ludwigsburg 17. (12,7). Und noch dies: Möglicherweise kommt auf die Referees viel Arbeit zu, denn nur Heidelberg leistet sich im Schnitt mehr Fouls (24,3) als Ludwigsburg (23,4) und Rostock (23,3).
Die ewige Bilanz: Erst fünfmal standen sich die Klubs in der easyCredit BBL gegenüber, die SEAWOLVES führen mit 3-2. In Rostock gingen beide Vergleiche an die Hausherren.
Das Hinspiel: In einer defensiv geprägten Partie setzten sich die MHP RIESEN vor heimischer Kulisse mit 70:64 durch, Ezra Manjon war Topscorer mit 15 Punkten. Bei den Rostockern führte D’Shawn Schwartz mit 19 Zählern ein Trio an, das eine jeweils zweistellige Punktezahl verzeichnete – der Rest des Teams kam jeweils nur auf fünf Punkte und weniger …
Meilensteine: Jonas Wohlfarth-Bottermann (Ludwigsburg) fehlen noch drei Blocks bis 250 (und nur noch zwei, um mit Daniel Theis (249 Blocks, 2. Platz) gleichzuziehen. Davor steht nur noch John Bryant mit 450). Außerdem wäre sein nächster Assist der 200. in der easyCredit BBL.
Am Rande der Bande: Die Rostocker mussten zuletzt gegen Ulm nicht nur auf die Langzeitverletzten D’Shawn Schwartz und Robin Amaize verzichten (für beide ist die Saison vorzeitig beendet), sondern auch auf JeQuan Lewis (der aber gegen die MHP RIESEN wieder zurückerwartet wird). Den Ludwigsburgern fehlte in Vechta Johannes Patrick; Jarred Ogungbemi-Jackson kommt in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz.
Sonstiges: Möglicherweise gibt es einen weiteren Akteur, der aus unserer Liga ans College wechselt. Ludwigsburgs Jacob Patrick geht Gerüchten zufolge an die Loyola University Chicago.
Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Samstag ab 18:15 Uhr live bei Dyn übertragen. Kommentator ist Fabrice Kao. Dyn ist das Zuhause der Basketballfans. Der Sender strahlt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals sowie Spiele der Basketball Champions League, des FIBA Europe Cups und der amerikanischen Collegeliga NCAA aus. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sein werden. Dyn ist über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TVs verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.