ALBA BERLIN besiegt Telekom Baskets Bonn im kleinen Finale
ALBA BERLIN hat sich beim Beko BBL TOP FOUR den dritten Platz gesichert: Der Pokalsieger von 2013 und 2014 besiegte die Telekom Baskets Bonn in Oldenburg mit 85:69 (42:37) und konnte dabei insbesondere in der zweiten Halbzeit überzeugen.
Handlung: Der frühe Spieltermin und die Partien vom Vortag waren beiden Mannschaften anzumerken, doch nach einer schwierigen Anfangsphase entwickelte sich eine ausgeglichene Partie: ALBA-Center Jannik Freese markierte nach Pass von Reggie Redding das 7:9 (5.), erzielte Geburtstagskind Ryan Brooks das 14:9 für Bonn. Kurz vor Ende des ersten Viertels verkürzte Cliff Hammonds für die Berliner auf 18:20.
Dann allerdings kam Alex King: Der ALBA-Kapitän netzte erst einen Dreier ein, traf danach trotz Foul noch den Korbleger und sorgte so für die 23:20-Führung der Hauptstädter (12.). Berlin war nun ins Rollen gekommen und zog bis auf 31:22 davon (14.). Die Telekom Baskets ließen sich aber nicht abschütteln, blieben den Albatrossen auf den Fersen und hielten das Spiel beim 37:42-Halbzeitstand weiter offen.
Aber es waren die Berliner, die mit mehr Schwung aus der Pause kamen: der Rückstand bewegte sich nun die meiste Zeit um die zehn-Punkte-Marke, und auch vor dem Schlussabschnitt lag Bonn beim 54:64 zweistellig zurück.
Doch den Telekom Baskets fehlte die Kraft, um im letzten Viertel noch einmal einen Run zu starten und den Berlinern wirklich gefährlich zu werden. Als der Ex-Bonner Jonas Wohlfarth-Bottermann per Freiwurf das 72:56 (33.) erzielte, war die Vorentscheidung bereits gefallen. Am Ende siegte ALBA BERLIN verdient und ließ sich im Fanblock ausgiebig feiern.
Hauptdarsteller: Im Halbfinale gegen Bamberg konnte Reggie Redding seine Leistung nicht abrufen – dabei zeigte er im kleinen Finale, wie wichtig er gewesen wäre. Mit 15 Punkten, fünf Rebounds, drei Assists und zwei Steals zeigte der Berliner eine starke Partie.
Showdown: Reggie Redding traf immer wieder auf Ryan Brooks. Die Flügelspieler stammen beide aus Philadelphia und haben schon zu Uni-Zeiten emotionale Duelle ausgetragen. Doch an Brooks’ 27. Geburtstag gab es keine Geschenke für den Kumpel aus der Heimat, Redding war ALBAs Sieggarant.
Zahlen zum Film: Am Brett waren die Berliner den Bonnern weit überlegen. Mit 41:22 ging das Reboundduell überdeutlich an die Albatrosse.
Bester Nebendarsteller: Nachdem Jannik Freese am Vortag gar nicht zum Einsatz kam, schickte ihn Sasa Obradovic gegen Bonn 15:52 Minuten auf das Feld. Der Center bedankte sich mit elf Punkten und war drittbester Punktesammler seines Teams.
Outtakes: Mit dem Erfolg haben sich die Albatrosse zum ersten Mal bei einem TOP FOUR den dritten Platz gesichert. Überhaupt standen die Berliner erst zum zweiten Mal überhaupt im kleinen Finale. Zuletzt ging es für ALBA 1996 vor eigenem Publikum in der Sporthalle Charlottenburg um Bronze. Ebenfalls in Berlin standen 2003 die Telekom Baskets Bonn in ihrem einzigen Spiel um Platz drei. Auch damals ging die Partie verloren, mit 86:93 gegen Gießen.
Fortsetzung folgt: Auf ALBA BERLIN wartet am Mittwoch ein Heimspiel gegen Phoenix Hagen. Die Telekom Baskets Bonn reisen am Freitag zu den Eisbären Bremerhaven.
Trailer: Highlights und Spielzusammenfassungen zu dieser und allen anderen Partien gibt es bei www.Beko-BBL.tv.

















