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Home/Newscenter/Dezimierte Oldenburger empfangen enttäuschte Bamberger: Wer beendet seine Negativserie?

VorberichteDezimierte Oldenburger empfangen enttäuschte Bamberger: Wer beendet seine Negativserie?

21. Oktober 2026

Die besondere Brisanz: Sowohl die EWE Baskets Oldenburg als auch die BMA365 Bamberg Baskets sehnen sich nach einem Erfolg, um die zuletzt eingetrübte Stimmung aufzuhellen. Das Duell zum Auftakt des sechsten Spieltags am Freitagabend ist mit dem Blick auf die vergangenen Wochen ein Duell zweier Teams in einer Negativspirale. Das zeigt ein Blick auf den …

… Status quo: Die EWE Baskets waren zunächst perfekt in die Saison gestartet. Auf den Pokalsieg in Heidelberg ließen sie drei Siege in der easyCredit BBL folgen. Dann gab es Niederlagen in München, gegen Hagen und zuletzt im Pokal gegen Bonn. Die Bamberger unterlagen zunächst wettbewerbsübergreifend gegen Weißenfels, in Peristeri und gegen Murcia, bevor sie am Montagabend in Berlin als Titelverteidiger ihre Träume vom nächsten Pokalcoup begraben mussten. Nach starker erster Halbzeit verloren sie in der zweiten Hälfte den Anschluss und schieden im Achtelfinale des Netto BBL Pokals bei ALBA mit 71:83 aus.

Duell im Fokus: Ein Duell der Gegensätze wartet am Freitagabend auf die Fans in Oldenburg. Da ist auf der einen Seite Tylan Pope (7,2 PPG, 4,0 REB), der bei den EWE Baskets nach seinem Wechsel aus Kirchheim erst an seiner zweiten Profistation tätig ist. Der 25-Jährige legte einen guten Saisonstart hin, zuletzt zeigte die Kurve bei ihm allerdings – analog zum ganzen Team – eher abwärts. Hatte er in den ersten drei Ligaspielen insgesamt noch 28-mal aus dem Feld geworfen und dabei zehn Punkte im Schnitt markiert, kam er gegen München nur noch auf zwei und gegen Hagen auf drei Versuche. Magere zwei respektive vier Punkte lautete dabei die Ausbeute. Auf der anderen Seite steht in Trevon Scott ein 29-jähriger Routinier, der sogar auf acht NBA-Einsätze zurückblicken kann. Bei ihm zeigt die Kurve seit dem Saisonstart nach oben: Scott (15,5 PPG, 5,0 RPG) konnte seine Punktezahlen in der Beletage zuletzt kontinuierlich steigern (1. bis 5. Spieltag: 13, 13, 14, 16, 22 Zähler).

Trevon Scott gastiert mit seinen Bambergern zum Auftakt des Spieltags in Oldenburg. (Foto: Daniel Löb)

Zahlen, bitte: Oldenburg und Bamberg gehören zu den Teams, die ihre Gegner am häufigsten foulen. 23,6 Verstöße produzieren die EWE Baskets bisher im Schnitt, das sind nach Rostock die zweitmeisten. Bamberg ist mit 23,2 Fouls pro Partie gemeinsam mit Chemnitz Vierter in dieser Rangliste. Problematisch wird es, wenn man selbst an die Freiwurflinie geschickt wird: Die Bamberger verwandeln ausbaufähige 73,2 Prozent (12.), die Oldenburger rangieren hier sogar auf dem letzten Platz der Liga (68,0 Prozent).

Die ewige Bilanz: 81-mal standen sich Oldenburg und Bamberg seit 1985 gegenüber, die Franken haben mit 49-32 die Nase vorn. Gleich sechsmal duellierten sich die Standorte in den Playoffs, beispielsweise in der Finalserie 2013 – da setzten sich die Bamberger mit 3-0 zwar glatt durch, erzielten aber zusammengerechnet nur sieben Punkte mehr als die Oldenburger. Ihren bislang einzigen Titel im Pokal holten die EWE Baskets 2015 vor heimischer Kulisse durch ein 72:70 gegen Bamberg.

Was die Lokalpresse schreibt: Der „Fränkische Tag“ blickte noch mal auf das Bamberger Spiel gegen Murcia zurück, bei dem Headcoach Jesus Ramirez disqualifiziert wurde (Paywall). In der Oldenburger Nordwest-Zeitung geht es um die Situation der EWE Baskets nach dem Pokal-Aus (Paywall), derweil der freie Journalist Torben Rosenbohm ein Interview mit Marcel Keßen geführt hat.

Alte Bekannte: Nicho Tischler wurde in Bamberg geboren und spielte dort zunächst in Nachwuchsmannschaften, bevor er mit seinem Zwillingsbruder Brandon zu den Basketball Löwen Braunschweig wechselte (in einem Interview spricht er über die damalige Zeit und über den Einfluss von Holger Geschwindner). Der jetzige Bamberger Headcoach Jesus Ramirez war in der Löwenstadt von 2021 bis 2024 Trainer der Tischlers und hatte damit entscheidenden Anteil an ihrer Entwicklung zu Profis in der Beletage. Zach Ensminger wiederum wurde 2026 mit Bamberg Pokalsieger, bevor er zur laufenden Saison nach Oldenburg wechselte.

Was die KI meint (ChatGPT): Wie wird sich das Spiel gegen Bamberg am Freitag für Oldenburgs Zach Ensminger anfühlen, der in der vergangenen Saison mit den Franken den Pokal gewann? „Für Zach Ensminger dürfte das Duell mit Bamberg am Freitag ein besonderes werden. In der vergangenen Saison gewann der Oldenburger mit den Franken den Pokal. Nun trifft er als Gegner auf seine ehemaligen Teamkollegen – eine Begegnung, die Erinnerungen wecken und zugleich den Ehrgeiz anstacheln dürfte.“

In Zivil: Bei den EWE Baskets setzten sich die Verletzungssorgen zuletzt fort. Im Pokalspiel gegen Bonn fehlten erneut Le’Tre Darthard, Ja’Qualyn Gilbreath und Nate Johnson. Kurz vor der Schlusssirene musste auch noch Jeremy Roach angeschlagen das Parkett verlassen.

Im Blick des Bundestrainers: Es sind noch fünf BBL-Partien bis zum nächsten FIBA-Fenster, in dem die DBB-Auswahl Ende November bei der WM-Quali in Riga auf Lettland und in Frankfurt auf Polen trifft und nach Blick auf die Tabelle noch genau einen Sieg braucht, um auch rechnerisch sicherzustellen, dass man den Weltmeistertitel im kommenden Sommer verteidigen darf. Zeit für Akteure auf beiden Seiten, mit starken Leistungen Alex Mumbru ins Grübeln zu bringen.

Trainer-Take: „Gegen die Bamberger muss man in allererster Linie dafür sorgen, dass sie keine Punkte in Transition erzielen. Das bedeutet, dass man die Korbleger wegnehmen und die Drag Screens verteidigen muss. Mylik Wilson und Jordan Jones sind ihre besten Vorbereiter, aber wirklich schwache Dreipunktewerfer, was defensiv Einiges einfacher macht. Nach dem guten Saisonstart hatte Oldenburg zuletzt Probleme. Deshalb ist ein entscheidender Faktor, wie und ob sich die Personalsituation bei den EWE Baskets entspannt, zumal sich im Pokalspiel gegen Bonn auch noch Jeremy Roach verletzt hat.“

Bewegte Bilder: Die Bamberger schienen am Montagabend auf Kurs Richtung Viertelfinale im Netto BBL Pokal zu liegen, dann aber riss ALBA mehr und mehr die Partie an sich. In den Highlights lässt sich nachvollziehen, wann die Franken auf die Verliererstraße gerieten:

Livestream / Fernsehen: Die Partie wird am Freitag ab 19:45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Dominik von Burchard.

Anmerkung der Redaktion:

  • Die Vorberichte (sowie auch die Nachberichte) werden geschrieben von unserem zwölfköpfigen Redaktionsteam von Basketball-Journalisten, die sich mit dem deutschen Basketball und speziell mit der easyCredit BBL befassen.
  • Für die Rubrik „Trainer-Take“ äußert sich aus einem Pool von Co-Trainern je ein Assistent Coach eines Bundesligisten anonym zu einer anstehenden Partie, an der sein Verein nicht beteiligt ist. Auf welches Team oder welchen Aspekt er sich dabei konzentriert, ist ihm freigestellt.
  • KI-Tools werden lediglich für die Rubrik „Was die KI meint“ sowie gelegentlich für die Recherche zur Rubrik „Alte Bekannte“ benutzt.