Titelverteidiger FC Bayern Basketball startet mit einem 101:80 gegen Aufsteiger VET-CONCEPT Gladidators Trier in die Playoffs 2026. Im ersten Spiel der Best-of-Five-Serie tut sich das Team von Svetislav Pesic in der Anfangsphase schwer, übernimmt dann aber zunehmend die Kontrolle, während Trier der Belastung der Play-Ins während der Woche Tribut zollt. Bester Werfer des Nachmittags ist Liga-MVP Andreas Obst mit 24 Punkten.
Stand: FC Bayern Basketball (1) – VET-CONCEPT Gladiators Trier (8) 1-0
Spielverlauf und Wendepunkt: Müdigkeit nach zwei Play-In-Spielen während der Woche? Nicht bei den Gladiators Trier, zumindest nicht in der Anfangsphase. Das Team von Jacques Schneider legte mit schnellem Offensiv-Basketball beherzt los und fand früh seinen Rhythmus. Beim Stand von 7:16 musste Svetislav Pesic seine Mannschaft früh im Spiel zur ersten Auszeit bitten. Die Gäste hielten trotz etwas sinkender Wurfquote aus dem Feld die Führung bis ins zweite Viertel hinein. Erst ein erfolgreicher Dreier von Oscar da Silva glich die Partie beim Stand von 30:30 aus, ehe ein weiterer Treffer aus der Distanz von Andi Obst den Favoriten in Führung brachte. Trier blieb aber in Schlagdistanz, sodass beim Stand von 48:44 zugunsten der Hausherren die Seiten gewechselt wurden.
Nach Wiederbeginn erwischten die Bayern den besseren Start und setzten sich durch Punkte von Isiaha Mike erstmals zweistellig ab, aber Steven Ashworth netzte zwei Dreier und hielt sein Team dadurch in Schlagdistanz. Den nächsten Zwischensprint der Bayern konnte Trier allerdings nicht mehr kontern, denn vorne häuften sich die Ungenauigkeiten. Vielleicht ja doch ein kleiner Anflug von Müdigkeit beim vierten Spiel binnen acht Tagen? Bei den Bayern drückte Neno Dimitrijevic weiter aufs Gaspedal und machte mit eigenen Punkten und diversen Assists inmitten des Schlussviertels den Deckel auf die Partie.

Zahlen, bitte: Trier verpasste in der gesamten ersten Halbzeit nur drei Versuche aus dem Zwei-Punkte-Bereich: 77 Prozent Wurfquote dürften Svetislav Pesic überhaupt nicht geschmeckt haben. Auch wenn Triers Quote am Ende immer noch bei sehr ordentlichen 64,5 Prozent lag, fehlten die Körner, um den Bayern bis zum Ende ein enges Spiel zu liefern. Die Hausherren profitierten besonders von ihre Überlegenheit am offensiven Brett: 16 Offensiv-Rebounds waren ein entscheidender Schlüssel zum Sieg.
Duelle im Fokus: Ein besseres Duell in der ersten Playoff-Runde kann es eigentlich nicht geben: Münchens Andi Obst wurde als MVP der Hauptrunde ausgezeichnet, Triers Jordan Roland als bester Offensivspieler . Beide wollten nun im direkten Duell zeigen, dass sie zu Recht diese Awards eingeheimst haben und unterstrichen dies bereits früh im Spiel mit Treffern sowohl aus der Distanz als auch beim Zug zum Korb. Doch während Obst sich mit 24 Punkten zum Topscorer der Partie aufschwang, blieb sein Pendant Roland lange bei den fünf Zählern aus der Anfangsphase stehen und kam am Ende auf eher magere sieben Pünktchen.

Spieler des Spiels: 13 Punkte, fünf Rebounds und sieben Assists. Neno Dimitrijevic füllte wie schon in den letzten Wochen den Boxscore in alle Kategorien gut aus und avancierte zum effizientesten Spieler des Nachmittags. Für seine Leistung brauchte der Montenegriner nicht einmal 20 Minuten Spielzeit – beeindruckend.
Die Deutschen: Neben Topscorer Obst überzeugte auch Nationalspieler Oscar da Silva mit 13 Punkten. Bei Trier war Marten Linßen mit neun Zählern und vier Rebounds bester Deutscher.
Am Rande der Bande: Bei den Bayern setzten neben dem Langzeitverletzten Rokas Jokubaitis auch Leon Kratzer, der kürzlich genesene Kamar Baldwin, Stefan Jovic und Wenyen Gabriel als überzählige Import-Spieler aus. Trier konnte personell aus dem Vollen schöpfen.
Alte Bekannte: ... saßen ebenfalls am Rande der Bande. Tristan da Silva beispielsweise unterstützte seinen Bruder Oscar zum Auftakt in die Playoffs 2026.
Wie gehts weiter: Trier bleibt in München und wird sich auf das zweite Spiel der Serie vorbereiten. Dieses steigt am Dienstagabend erneut im SAP Garden.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.

















