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Home/Newscenter/Der beste Offensivspieler der Liga trifft auf seinen ehemaligen Club: Jordan Roland und Trier kämpfen gegen Rostock um das letzte Playoff-Ticket

VorberichteDer beste Offensivspieler der Liga trifft auf seinen ehemaligen Club: Jordan Roland und Trier kämpfen gegen Rostock um das letzte Playoff-Ticket

13. Mai 2026
Es geht um das letzte Playoff-Ticket der Saison 2025/26 - mehr Brisanz geht nicht! Für die VET-CONCEPT Gladiators Trier ist dieses Endspiel „dahoam“ das nächste Highlight in einer so unterhaltsamen und erfolgreichen Spielzeit als Aufsteiger, die ROSTOCK SEAWOLVES wollen mit zwei Siegen in den Play-Ins den Traum von der Postseason weiter leben. 

Die besondere Brisanz: Es geht um das letzte Playoff-Ticket der Saison 2025/26 - mehr Brisanz geht nicht! Für die VET-CONCEPT Gladiators Trier ist dieses Endspiel „dahoam“ das nächste Highlight in einer so unterhaltsamen und erfolgreichen Spielzeit als Aufsteiger, die ROSTOCK SEAWOLVES wollen mit zwei Siegen in den Play-Ins den Traum von der Postseason weiter leben. 

Alte Bekannte I: Das Duell gegen die SEAWOLVES ist für Jordan Roland ein ganz besonderes, denn er spielte von 2021 bis 2023 in Rostock. 2022 stieg er mit den SEAWOLVES in die höchste Spielklasse auf, kam dort 2022/23 zu 9,1 Punkten pro Partie. In der darauffolgenden Saisonvorbereitung verletzte er sich schwer, sodass der Vertrag schließlich aufgelöst wurde. In der vergangenen Spielzeit schloss er sich dann Trier in der ProA an, stieg mit dem Club auf und trifft nun zum dritten Mal in der Saison auf seinen ehemaligen Verein.

Für wen geht die Saison weiter - für Triers Jordan Roland (rechts) oder Rostocks D'Shawn Schwartz? (Foto: Fotostand/Voelker)

Status quo: Trier musste sich Dienstagabend dem Team der Stunde in der easyCredit BBL, RASTA Vechta, mit 83:111 geschlagen geben, Rostock beendete die Saison der MHP RIESEN Ludwigsburg mit dem ebenso deutlichen 91:71-Sieg. Die SEAWOLVES haben dabei Vereinsgeschichte geschrieben und erstmals ein Spiel in der „Postseason“ gewonnen. Und das am 12. Mai, einem besonderen Datum in der Geschichte des Klubs. An diesem Tag im Jahr 2022 gelang der Aufstieg in die Beletage, zwei Jahre später feierte der Club den Ligaverbleib in München, 2026 nun debütierten die Wölfe zu Hause in den Play-Ins.

Duell im Fokus: Diese Frage hat sich in dieser Saison jedes Team gestellt: Wer verteidigt Triers Topscorer Jordan Roland, den besten Offensivspieler der Liga? Hatte ihn in der ersten Saisonhälfte kaum jemand als gefährlichste Waffe der Moselstädter auf dem Schirm, so erfreute sich der Guard mit der unkonventionellen Wurftechnik zuletzt öfter einer Doppelbewachung durch zwei Verteidiger. Bei Rostock könnte die Rolle des „Jordan-Stoppers“ Dominic Lockhart zufallen. Der 31-Jährige wird von Headcoach Przemyslaw Frasunkiewicz des öfteren mit defensiven Spezialaufgaben betraut. Für den offensiven Output sind bei den SEAWOLVES derweil andere zuständig. Die beiden Team-Topscorer kamen zuletzt von der Bank – und das funktionierte beim Sieg gegen Ludwigsburg gut: D'Shawn Schwartz legte 24, TJ Crockett Jr. 15 Punkte auf. Schwartz ist derzeit ohnehin in blendender Verfassung: Am vorletzten Hauptrundenspieltag kam er gegen Vechta auf 39 Zähler. Und TJ Crockett hält immer noch den Ligarekord für die meisten Freiwürfe ohne Fehlversuch in einem Spiel.

Zahlen, bitte: Trier belegt bei der Feldwurquote mit 48,3 Prozent ligaweit den zweiten Rang hinter München (48,4 Prozent). Rostock ist in dieser Kategorie Schlusslicht mit 41,5 Prozent.

Die ewige Bilanz: In der ersten Liga standen sich Trier und Rostock diese Saison die ersten beiden Male gegenüber (1-1 Siege), kennen sich aber aus der ProA. Das letzte Aufeinandertreffen dort datiert aus der Rostocker Aufstiegssaison 2021/22 vom 14. Januar 2022, als Rostock mit 88:80 in Trier gewann; das Hinspiel endete damals ebenfalls mit einem SEAWOLVES-Erfolg (91:81).

Das Hinspiel: Der Aufsteiger aus Trier nahm die Euphorie aus dem Gewinn der ProA-Meisterschaft offensichtlich mit in die easyCredit BBL und feierte ein 88:78 gegen die SEAWOLVES. Neuzugang Eli Brooks überzeugte mit 17 Punkten und acht Assists.

Das Rückspiel: Die Rostocker kamen furios aus der Länderspielpause, rasierten die VET-CONCEPT Gladiators Trier mit 118:103 und zogen damit am Aufsteiger vorbei.

Am Rande der Bande: Bei Rostock fehlten zuletzt Oshane Drews, Robin Amaize und Andy van Vliet.

Im Blick des Bundestrainers: Vier Center mit deutschem Pass stehen sich in dieser Partie gegenüber: Marten Linßen und Maik Zirbes auf der einen sowie Owen Klassen und Bent Leuchten auf der anderen Seite.

Meilensteine: TJ Crockett fehlen noch zwei Spiele bis 100, Dominic Lockhart noch neun getroffene Würfe bis 500. DeAndre Lansdowne benötigt noch zwei Dreier bis 250. Owen Klassen fehlen noch zehn Defensiv-Rebounds, um mit Philipp Schwethelm (977 Defensiv-Rebounds, 13. Platz) gleichzuziehen. Außerdem braucht Klassen noch ein Double-Double, um mit Nate Fox (25 Double-Doubles, 10. Platz) gleichzuziehen.

Alte Bekannte II: Behnam Yakhchali trug in der Saison 2020/21 das Rostocker Trikot. Der damalige SEAWOLVES-Headcoach Dirk Bauermann kannte den ehemaligen iranischen Nationalspieler aus seiner Tätigkeit als Nationaltrainer des Irans und lotste ihn nach Deutschland. Yakhchali war mit 17,2 Punkten pro Spiel 2020/21 Rostocks Topscorer. Zudem war der heutige sportliche Leiter der Trierer Ralph Held in verschiedenen Funktionen von 2021 bis 2024 für Rostock tätig, 2022 stieg er als Assistenztrainer an der Seite seines Sohns Christian, der als Headcoach an der Seitenlinie stand, mit den SEAWOLVES auf.

Weise Worte: "Vielen Dank an jeden Trierer Fan, der die Reise hierher unter der Woche auf sich genommen hat. Wir hätten gerne für einen besseren Ausgang gesorgt. Wir werden am Donnerstag noch einmal alles was wir haben reinschmeißen – und wenn’s dann reicht, den Trierer Fans hoffentlich die Playoffs schenken", sagte Triers Headcoach Jacques Schneider nach der ersten Play-In-Niederlage in Vechta. Sein Rostocker Kollege Przemyslaw Frasunkiewicz erklärte nach dem Sieg gegen die MHP RIESEN: „Unsere letzten sieben Spiele waren beeindruckend. Vor sieben Spielen haben wir uns gesagt, dass es eine „Best-of-Seven“-Finalserie für uns ist und dass wir vier Spiele gewinnen müssen. Wir sind 0-3 in diese Serie gestartet. Wir haben gekämpft und an uns geglaubt. Das heutige Spiel war Spiel sieben für uns. Ludwigsburg ist ein sehr harter, sehr athletischer und physischer Gegner. Wir haben dem Druck standgehalten, obwohl wir in der ersten Halbzeit einige Probleme beim Rebounding hatten. Wir sind zusammen geblieben, haben weiter an uns geglaubt und uns mit einem großartigen Sieg belohnt. Es ist unbeschreiblich, was meine Spieler heute geleistet haben.“

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Donnerstag ab 18:15 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Florian von Stackelberg.