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Home/Newscenter/München will Revanche: Meister zu Gast bei Pokalsieger Bamberg

VorberichteMünchen will Revanche: Meister zu Gast bei Pokalsieger Bamberg

13. März 2026
In München erinnert man sich nur ungerne ans letzte Aufeinandertreffen, denn der Bamberger Overtime-Sieg im Pokal-Halbfinale vor drei Wochen legte zwar die Grundlage für die erste Trophäe der Oberfranken seit 2019, sorgte aber in München dementsprechend für Katzenjammer, beim BMW TOP FOUR in eigener Halle am Ende mit leeren Händen dazustehen. Ein Sieg in Bamberg würde diese Wunde zwar nicht heilen, aber dementsprechend den Bayern wohl doch zumindest etwas Genugtuung bereiten. Apropos Genugtuung: Bamberg wird vor dem Spiel das Pokal-Banner unter die Hallendecke ziehen – es wird sich zeigen, ob das die Baskets beflügelt oder die Münchener kitzelt.

Die besondere Brisanz: In München erinnert man sich nur ungerne ans letzte Aufeinandertreffen, denn der Bamberger Overtime-Sieg im Pokal-Halbfinale vor drei Wochen legte zwar die Grundlage für die erste Trophäe der Oberfranken seit 2019, sorgte aber in München dementsprechend für Katzenjammer, beim BMW TOP FOUR in eigener Halle am Ende mit leeren Händen dazustehen. Ein Sieg in Bamberg würde diese Wunde zwar nicht heilen, aber dementsprechend den Bayern wohl doch zumindest etwas Genugtuung bereiten. Apropos Genugtuung: Bamberg wird vor dem Spiel das Pokal-Banner unter die Hallendecke ziehen – es wird sich zeigen, ob das die Baskets beflügelt oder die Münchener kitzelt.

Status quo: Dabei geht es den Münchenern an der Tabellenspitze recht gut, nach dem Sieg gegen Braunschweig am Dienstag haben die Bayern vier Siege in Serie und damit die längste Erfolgssträhne der Liga auf der Habenseite. Auf dem zweiten Rang in dieser Kategorie? Bamberg mit drei Ligasiegen in Folge und insgesamt fünf Pflichtspielsiegen nacheinander. Inklusive des Halbfinalsieges, in einer Partie, die man mit Fug und Recht als die wohl bisher beste Partie insgesamt in dieser Saison bezeichnen kann:

Duell im Fokus: Klar, auf Demarcus Demonia liegt spätestens seit dem MVP-Titel beim BMW TOP FOUR ein besonderer Fokus der Gegner, aber auch Cobe Williams (22 Punkte, zehn Assists) und Ibi Watson (22 Zähler, sieben Vorlagen und sechs Rebounds) konnten damals im Pokal-Duell groß aufspielen. Spannend wird sein, wen Svetislav Pesic auf diese Hydra ansetzt, hatten die Bayern doch mit den beiden Heimspielen gegen Braunschweig und Anadolu Efes Istanbul in dieser Woche bereits zwei Spiele.

Keine Angst vor großen Leuten: Demarcus Demonia (rechts), hier im Pokalduell gegen Münchens David McCormack, empfängt mit Pokalsieger Bamberg den FC Bayern Basketball. (Foto: Christina Pahnke)

Zahlen, bitte: 80,8 Prozent von der Freiwurflinie trifft Bamberg, kein Team in der Liga ist besser (München mit 77,6 Prozent auf Rang drei). Aber: Die Bayern begehen nur 18,1 Fouls pro Spiel, kein Team in der Liga foult seltener.

Die ewige Bilanz: Ein echtes Traditionsduell erwartet uns, denn beide Mannschaften spielten erstmals 1970 gegeneinander! Sollten die Bamberger Fans die Münchener als „Fußballclub“ schmähen, müssen sie dabei ausblenden, dass sie damals selber noch als 1. FC Bamberg in der Beletage des Basketballs antraten. In den 70 Spielen seitdem gewann jeder Klub 35 Aufeinandertreffen, aber München 22 der letzten 25 Spiele, darunter auch …

Das Hinspiel: … im Oktober, als man im BMW Park ein 96:81 holte.

Rekordverdächtig: Eine kleine Bitte an die Journalisten Oberfrankens: Fragt bitte mal jemand, ob Anton Gavel die Starting Five vor den Spielen überhaupt noch kund tut oder ob einfach automatisch Cobe Williams, Richard Balint, Ibi Watson, Demarcus Demonia und EJ Onu zum Tipoff auf den Court marschieren. In 28 Pflichtspielen in dieser Saison waren es jedes Mal diese Fünf, die beim initialen Sprungball auf dem Parkett standen.

Award-Kandidaten: Überhaupt Anton Gavel. Sensationeller Pokalgewinn, deswegen von seinem ehemaligen Trainer Stefan Koch geadelt ,sieben Erfolge aus den vergangenen zehn BBL-Partien und nach zwei Siegen am Doppelspieltag dank 28:18 Punkten auf den vierten Platz geklettert: Ist der 41-Jährige aktuell der heißeste Anwärter auf die Auszeichnung als Trainer des Jahres?

Am Rande der Bande: Bei den Bayern stand Stefan Jovic zuletzt am 15. Februar gegen Jena auf dem Parkett.

Im Blick des Bundestrainers: Ein kleines Jubiläum: Seit dem FIBA-Fenster haben Jo Voigtmann (128), Niels Giffey (118), Andi Obst (94), Justus Hollatz (60), Elias Harris (36), Leon Kratzer (33) und Oscar da Silva (31) zusammen genau 500 Länderspiele für die A-Nationalmannschaft des DBB absolviert. Und damit exakt 500 mehr als die Bamberger.

Alte Bekannte: In Andi Obst, Leon Kratzer und dem derzeit noch immer verletzten Elias Harris spielen drei ehemalige Bamberger in München. Bambergs Cheftrainer Anton Gavel führte die Bayern als Kapitän 2018 zum Double, beendete danach seine Spieler- und begann seine durchaus erfolgreiche Trainerkarriere – vielleicht ja inspiriert von Svetislav Pesic, der ihn von 2014 bis 2016 in München trainierte und ihm vielleicht den Tipp gab, frühzeitig einen Titel zu gewinnen: Während Gavel das 2023 mit Ulm in seinem ersten Jahr als BBL-Trainer sensationell schaffte, gelang es Pesic ebenfalls in seinem ersten Jahr als Cheftrainer nicht minder sensationell mit Bosna Sarajevo in der jugoslawischen Liga exakt 40 Jahre zuvor.

In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Mad sexy – ihr erinnert Euch sicher, diesen Ausspruch prägte Moritz Wagner nach dem Weltmeistertitel 2023. Der kaum möglich gewesen wäre, wenn Andi Obst nicht im Halbfinale Tyrese Haliburton aber mal so was von die Schlittschuhe angezogen hätte. Und der links wie rechts einfach alles trifft. Und das auch häufiger als jeder andere in einem Euroleague-Spiel. Und der, worüber sich einfach alle freuen, bis 2029 weiter in unserer Liga spielen wird. Nicht übel für einen, der beim USV Halle mal ganz klein angefangen hat, aber vor allem: Sehr sexy!

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird Sonntag ab 17:45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Max Wittmann.