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Home/Newscenter/Nach Pleite vor Rekord-Kulisse: Bonn will Revanche gegen Seriensieger Bayern

VorberichteNach Pleite vor Rekord-Kulisse: Bonn will Revanche gegen Seriensieger Bayern

09. Januar 2026

Status quo: Die Bayern empfangen als doppelter Seriensieger die Bonner und treten aktuell besonders dominant auf. Der jüngste 91:62-Erfolg bei den Basketball Löwen Braunschweig war der zehnte Sieg des Tabellenführers in Serie, sechs der vergangenen acht Erfolge haben die Bayern mit mindestens 18 Zählern Differenz eingefahren. Am Freitagabend zeigte man bei Olympiakos Piräus zwar eine ordentliche Vorstellung, musste sich am Ende aber mit 80:95 geschlagen geben. Die Bonner mussten zuletzt hingegen in die Crunchtime, der 76:74-Sieg gegen die BMA365 Bamberg Baskets war erst in letzter Sekunde perfekt. Den Bonnern wird es egal sein, denn durch den dritten Sieg in Serie sind sie auf den fünften Platz geklettert.

Die besondere Brisanz des Hinspiels: Vor zweieinhalb Wochen standen sich der FC Bayern Basketball und die Telekom Baskets Bonn in einer vorgezogenen Partie des 31. Spieltags bereits gegenüber, die Bonner trugen das Event-Spiel in Köln aus und stellten mit 18.713 Zuschauern einen Liga-Rekord auf. Das war es aber schon mit den guten Nachrichten aus magentafarbener Sicht, die Bayern dominierten mit 83:55 und fügten den Bonnern die vierthöchste Heimniederlage aller Teams in dieser Saison zu. Mit 23:9 bestimmten die Gäste um Topscorer Isiaha Mike (22 PTS) das erste Viertel, den Bonnern zitterte vor der Rekord-Kulisse die Wurfhand (33,8 FG%, 10,5 3P%). Nach der Pleite wollen es die Bonner nun besser machen.

Zahlen, bitte: Warum die Münchener ein doppelter Seriensieger sind? Neben dem Lauf im Ligabetrieb haben die Bayern auch einen nach einem EuroLeague-Doppelspieltag. Mussten die Münchener zweimal unter der Woche in Europas Spitzenliga ran, was sie auch vor dem Heimspiel gegen Bonn mussten, haben sie danach alle sechs Partien auf nationalem Parkett gewonnen. Müde Beine? Von wegen: Alle sechs Siege wurden mit zweistelliger Punktedifferenz eingefahren, übrigens kam auch der Hinspielsieg gegen Bonn in Köln nach einer solchen Doppelspieltags-Woche zustande. Können die Münchener auch diese Serie fortsetzen?

Immer noch Zahlen, bitte: Die Bayern weisen die zweitbeste Dreierquote der Liga auf (38,5 3P%), die Bonner die schwächte (27,2 3P%). Auch bei der Freiwurfquote (FCB: 76,8 FT%, 4; BON: 61,0 FT%; 18.) gibt es deutliche Unterschiede.

Duell im Fokus: Natürlich könnte man, wie im vorherigen Aufeinandertreffen, das Center-Duell der ehemaligen Teamkollegen Leon Kratzer und Mike Kessens in den Fokus rücken, doch Kratzer hat bei den Bayern aktuell einen schweren Stand. Wir bleiben aber bei einem Münchener Center … und kommen zu David McCormack, mit dem Kessens vergangene Saison in Berlin zusammen auf dem Feld stand. Der beweist aktuell, wie sehr man von einem Trainerwechsel profitieren kann: Unter dem neuen Headcoach Svetislav Pesic ist McCormack nun Starter, kratzte gegen Braunschweig am Double-Double (12 PTS, 4/4 FG, 9 REB) und avancierte im vorherigen EuroLeague-Spiel gegen Maccabi Tel Aviv sogar zum Topscorer (18 PTS, 7/9 FG, 7 REB). McCormack wirft ordentlich Physis in und damit unter den Ring, das passt zum Duell gegen die Bonner Großen um Starting-Center Kessens, dessen Backup Kur Jongkuch und Jeff Garrett, der von der Vier auf die Fünf rutschen kann. Gegen Bamberg machte das Duo Garrett (17 PTS, 8 REB) / Kessens (7 PTS, 10 REB) eine gute Figur.

Mike Kessens gastiert mit seinen Bonnern in München. (Foto: Sebastian Derix)

Am Rande der Bande: Nur 17 Pflichtspiele währte das Engagement von Spencer Dinwiddie in München, der langjährige NBA-Spieler hat den Deutschen Meister verlassen. Der Vertrag des 32-Jährigen ist einvernehmlich aufgelöst worden. Aufgrund eines Krankheitsfalls in der Familie war der Guard kürzlich in die USA gereist, „ich bin aktuell nicht in der Lage zu spielen“, erklärte Dinwiddie. Sportlich legte er im Ligabetrieb zwar 13,0 Zähler pro Partie auf, doch das Münchener Spiel dirigieren und an sich reißen konnte er weniger gut wie das viele vielleicht vermutet hatten. Die Bayern haben derweil schon einen Ersatz präsentiert: Nenad Dimitrijevic kam von Zenit St. Petersburg. „Wenn dich Coach Pesic anruft, ist das eine Ehre und ein No-Brainer“, sagt der Guard zu seiner Vertragsunterschrift.

Der FC Bayern Basketball und Spencer Dinwiddie haben sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. (Foto: Matthias Stickel)

Alte Bekannte: Leon Kratzer lief von 2020 bis 2023 für die Telekom Baskets Bonn auf und feierte hier in seinem letzten Vertragsjahr den ganz großen Triumph: den Gewinn der Basketball Champions League. An seiner Seite damals war unter anderem Mike Kessens, mit dem Kratzer auch zuletzt in Paris zusammenspielte, dort feierten die beiden Center 2024 den Gewinn des EuroCups. Kratzer kennt zudem Patrick Heckmann aus gemeinsamen Bamberger Tagen.

Sonstiges: Elf verschiedene Nationalitäten weisen die 18 Headcoaches unserer Liga auf. Sechs deutsche Cheftrainer sind zu verzeichnen, nur eine andere Nationalität kommt häufiger als einmal vor: Dank Münchens Svetislav Pesic, Bonns Marko Stankovic und Oldenburgs Lazar Spasic die serbische.

Kochs Nachschlag: In seiner neuen Kolumne widmet Stefan Koch eine Passage auch dem FC Bayern, von dem er ausgeht, dass er im Jahr 2026 besser spielen wird als noch in den ersten Saisonmonaten.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Sonntag ab 17.45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Michael Körner kommentiert, Anne Kamphausen führt durch die Sendung.