Status quo: Ludwigsburg hat zuletzt mit 76:92 in Trier verloren, davor aber drei Siege gegen Chemnitz (87:79), in Bonn (81:79) und gegen Frankfurt (97:65) geholt. Berlin hatte an Ostern knapp mit 79:81 gegen Oldenburg verloren, den Fokus wohl aber auch auf dem Viertelfinale der Basketball Champions League gehabt. Dieses Abenteuer ist am Mittwoch allerdings zu Ende gegangen, denn nach der Niederlage im ersten Spiel in Malaga verlor ALBA auch das zweite Spiel in Berlin gegen das spanische Topteam mit 85:88 nach Verlängerung. Dennoch konnten die Albatrosse das Feld mit erhobenem Haupt verlassen: Fünf Minuten vor Schluss lag man mit 16 Punkten zurück, kämpfte sich aber trotzdem noch in die Verlängerung. Nach dem Aus im Viertelfinale können sich die Albatrosse jetzt komplett auf die nationale Liga konzentrieren.
Kampf um die Postseason als besondere Brisanz: Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben als Tabellenachter einen Sieg Rückstand auf die direkten Playoff-Ränge, brauchen in ihren verbleibenden sieben Partien also jeden Erfolg (wobei es als nächstes gegen Berlin und Bayern geht), um sicherzustellen, dass sich der Betriebsunfall vom Vorjahr nicht wiederholt. Vergangene Saison war nach der Hauptrunde Schluss, aber davor ging es vier Jahre in Folge in die Playoffs, darunter drei Mal bis ins Halbfinale, und 2020 stand der Klub beim Corona-Turnier im Finale um die Deutsche Meisterschaft (gegen Berlin übrigens). ALBA BERLIN dagegen steht recht sicher auf dem zweiten Platz, hat drei Niederlagen mehr als Tabellenführer München und zwei weniger als der Dritte Bamberg (und dazu den direkten Vergleich gewonnen).

Alte Bekannte: Der frühere Nationalspieler Jonas Wohlfarth-Bottermann spielte von 2013-2016 bei ALBA, wurde mit den Albatrossen 2014 (in Ulm) und 2016 (in München) Deutscher Pokalsieger, gewann 2022 in Berlin EM-Bronze mit der DBB-Auswahl …
Duell im Fokus: … und wird in der Zone auf Norris Agbakoko treffen, der seit Ende November ebenfalls DBB-Nationalspieler ist, aber noch auf seine ersten Titel wartet. Der 26-Jährige startete in 14 seiner 26 Ligaspiele für Berlin und lieferte in gut 18 Minuten im Schnitt 8,6 Punkte (56,9 FG%) und 4,7 Rebounds. WoBo steht mit seinen 36 Jahren von der Bank kommend noch knapp 16 Minuten pro Spiel auf dem Parkett (3,9 PPG, 55,1 FG%, 4,9 RPG).
Zahlen, bitte: Berlin gibt ligaweit pro Spiel die meisten Assists (20,1), Ludwigsburg die wenigsten (14,0).
Die ewige Bilanz: Seit 1986 gab es in der ersten Liga und dem Pokal 95 Pflichtspiele zwischen diesen beiden Klubs, wobei Berlin 69 Partien gewann und Ludwigsburg 26. Seit dem Ludwigsburger Wiederaufstieg gab es in der neueren BBL-Geschichte 62 Begegnungen in Liga, Pokal und Playoffs. Davon gewann Berlin 48 und Ludwigsburg 14.
Das Hinspiel … am 29. Dezember ging am Ende mit 80:47 an Berlin – mit 33 Punkten Differenz Ludwigsburgs höchste BBL-Niederlage dieser Saison. Vorausgegangen waren ein 26:2-Lauf der Albatrosse im zweiten Viertel und bei den RIESEN unterirdische Wurfquoten (2/22 Dreier, 16/58 Feldwürfe, 13/25 Freiwürfe) und 24 Ballverluste. Da wäre eine Revanche fällig für das Team von Cheftrainer Mikko Riipinen.
Award-Anwärter: Johann Grünloh (2024) und Sananda Fru (2025) wurden zuletzt als beste deutsche U22-Nachwuchsspieler ausgezeichnet, und beide spielen nun in der NCAA – setzt Berlins Jack Kayil diesen Trend fort? Bei Gonzaga hat er bereits zugesagt für die kommende Saison; fehlt also nur noch der Award …
Meilensteine: Justin Bean fehlen noch 3 Punkte bis zur Marke von 750 Karriere-Zählern in der BBL.
Am Rande der Bande: Bei Ludwigsburg fehlten zuletzt Keeshawn Kellman (krank), Tray Buchanan (nochmals geschont) und Johannes Patrick (verletzt), dazu waren Yorman Polas Bartolo (04:30 Minuten) und Gavin Schilling (04:36) angeschlagen in die Partie gegangen. Bei Berlin stehen wohl weiterhin die Adduktoren von Aufbau Martin Hermannsson unter genauerer Beobachtung.
Dyn Move Your Sport: Dyn und die easyCredit BBL stellen bereits zum dritten Mal einen Spieltag ganz in das Zeichen von Dyn Move Your Sport. Nach dem Blick auf das Förderkonzept der Liga im November 2025 richten Dyn, die Liga und die Klubstandorte am 29. Spieltag den Blick auf die vielversprechendsten deutschen Basketballtalente – um welche Spieler es geht sowie alle weiteren Details gibt es hier.
Fernsehen / Livestream: Das Spiel wird am Samstag ab 18.15 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator vor Ort ist Florian von Stackelberg.



















