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Home/Newscenter/Jordan Roland und Alonzo Verge im Duell um die Topscorer-Krone: Vechta und Trier wollen nicht zurückfallen

VorberichteJordan Roland und Alonzo Verge im Duell um die Topscorer-Krone: Vechta und Trier wollen nicht zurückfallen

09. April 2026
Sechster gegen Zehnter; zwei Teams, die im Playoff-Rennen nicht zurückfallen wollen; dazu die zwei jüngsten deutschen Trainer der Liga; und zwei Guards, die um die Topscorer-Krone werfen: Das Duell zwischen RASTA Vechta und den VET-CONCEPT Gladiators Trier hat einiges zu bieten. Doch der Reihe nach.

Die besondere Brisanz: Sechster gegen Zehnter; zwei Teams, die im Playoff-Rennen nicht zurückfallen wollen; dazu die zwei jüngsten deutschen Trainer der Liga; und zwei Guards, die um die Topscorer-Krone werfen: Das Duell zwischen RASTA Vechta und den VET-CONCEPT Gladiators Trier hat einiges zu bieten. Doch der Reihe nach.

Kampf um die Postseason: DieTrierer nehmen als Tabellensechster derzeit den letzten Platz ein, der die direkte Playoff-Qualifikation bedeutet. Die Vechtaer sind Zehnter und würden aktuell als letztes Team in die Play-Ins einziehen. Beide Teams wollen also nicht zurückfallen, doch beide spüren den Atem der Konkurrenz im Nacken: Hinter Trier lauern in Würzburg, Ludwigsburg und Rostock gleich drei Teams mit ebenfalls zwölf Niederlagen; hinter Vechta haben in Chemnitz, Hamburg, Frankfurt und Oldenburg gleich vier Teams nur einen Sieg weniger auf dem Konto. Die Fanlager beider Teams werden womöglich bis zum Saisonende nach jedem Spieltag bei unserem Tabellenrechner „STRG + R“ drücken, um zu wissen, was für ihre Mannschaft noch möglich ist.

Duell im Fokus: Im Hinspiel avancierten Triers Jordan Roland und Vechtas Alonzo Verge Jr. zu den Topscorern ihrer Teams, ein wortwörtlich heißes Duell ist auch im Rückspiel zu erwarten, kämpfen beide doch um die Topscorer-Krone. Roland rangiert mit 18,4 Zählern pro Partie knapp hinter Liga-Topscorer Chris Clemons (18,6 PPG) auf dem zweiten Platz, dicht gefolgt von Verge und dessen 18,3 Zählern auf dem dritten Platz.

Geballte Offensivpower: Vechtas Alonzo Verge (mit Ball) trifft auf Triers Jordan Roland. (Foto: Simon Engelbert)

Award-Anwärter: Damit muss man Jordan Roland und Alonzo Verge natürlich auch in der Diskussion um den besten Offensivspieler der Liga nennen, bei einer nahezu identischen Punkteausbeute sind auch die anderen Statistiken relevant: Roland trifft besser von Downtown (39,1 3P%) und der Linie (92,4 FT%) als Verge (34,7 3P%; 71,9 FT%), Vechtas Guard verteilt mehr Assists, verliert aber auch häufiger den Ball (6,4 APG, 4,1 TPG) als Roland (4,3 APG, 2,6 TPG). Bei den Trainern schien lange Zeit Jacques Schneider im Rennen um den Besten seiner Zunft zu sein, doch der Sensations-Aufsteiger rutschte in den letzten Saisonwochen etwas ab. Die Leistung des 33-Jährigen – der damit den zweitjüngsten Trainer sowie den jüngsten deutschen Headcoach der Liga stellt – ist dennoch aller Ehren wert. Vechtas Christian Held ist mit 37 Jahren der zweitjüngste deutsche Trainer, vielleicht kann Held bei einem Schlussspurt seines Teams ja noch ins Rennen um die Auszeichnung zum Trainer des Jahres einsteigen – auch wenn Bambergs Pokalsieger-Trainer Anton Gavel der Favorit ist.

Alte Bekannte: Für Christian Held ist es auch deshalb ein besonderes Duell, weil er seinen ehemaligen Club empfängt, von 2016 bis 2020 arbeitete er in Trier, erst als Co-Trainer, dann als Headcoach. Und: Sein Vater Ralph Held wird den Sohnemann besuchen. Ein Gastgeschenk wird Christian Held seinem Vater aber kaum überreichen wollen, zumindest auf dem Parkett, arbeitet Ralph Held doch als Sportlicher Leiter bei den Gladiators. Vater und Sohn arbeiteten auch schon zusammen, in Oldenburg und Rostock, nun stehen sie sich nach dem Hinspiel zum zweiten Mal als Kontrahenten gegenüber. Zudem spielten Triers Nolan Adekunle und Vechtas Booker Coplin 2023/24 zusammen in Frankfurt und feierten dort den Aufstieg. Stichwort Coplin: Unser Kolumnist Stefan Koch befasst sich in seinem aktuellen Text mit den Nachverpflichtungen in der easyCredit BBL und richtet seinen Blick natürlich auch auf Vechta und Trier.

Status quo: Vechta ist eines der heißesten Teams der Liga. Aus den vergangenen sieben Partien hat die Held-Truppe sechs Siege eingefahren und dabei dreimal dreistellig gepunktet. Ein Crunchtime-Sieg gegen den Pokalsieger Bamberg und ein 103:86-Auswärtserfolg in Würzburg unterstreichen Vechtas Lauf. Trier hat auch seine vergangenen beiden Partien gewonnen, auf einen 102:90-Heimsieg gegen Würzburg folgte ein 92:76-Heimerfolg gegen Ludwigsburg. Seine vergangenen beiden Auswärtsspiele hat der Aufsteiger aber verloren.

Zahlen, bitte: Die Partie bringt nicht nur aufgrund des Guard-Duells Offensiv-Power mit. Trier erzielt mit 90,9 Punkten pro Partie die meisten, Vechta mit 87,9 Zählern die drittmeisten Zähler der Liga. Während die Gladiators die drittbeste Zweierquote (57,6 2P%) verzeichnen, rangiert Vechta bei der Dreierquote (37,4 3P%) auf dem dritten Platz.

Die ewige Bilanz: Die beiden Duelle 2013/14, bei denen sich jeweils die Auswärtsteams durchsetzten, waren vor dieser Spielzeit die beiden einzigen zwischen Trier und Vechta in der Beletage.

Das Hinspiel: Das dritte Erstligaduell Anfang November vergangenen Jahres ging mit 96:87 an Trier, die Gladiators beendeten die Partie mit einem 12:0-Lauf. Jordan Roland erzielte die letzten fünf Trierer Punkte und stach mit 26 Zählern (6/11 3P), fünf Rebounds, drei Assists und drei Steals heraus. Bei Vechta ging Alonzo Verge mit 26 Punkten (10/16 FG) und acht Assists voran.

Im Blick des Bundestrainers: Alex Mumbru wird sicherlich beobachten, wie sich bei Vechta aktuell Philipp Herkenhoff als reiner Fünfer schlägt … mit 13,7 Zählern und 6,0 Rebounds in den vergangenen drei Partien doch ganz gut. Vor ihm startet in Lars Thiemann ein weiterer deutscher Center, auch bei Trier gibt es in Maik Zirbes und Marten Linßen ein – derzeit gut aufgelegtes – deutsches Center-Gespann. Schade, dass …

Am Rande der Bande: … Tibor Pleiß aktuell bei Vechta fehlt. Die Trierer spielten zuletzt weiterhin ohne Nolan Adekunle.

Meilensteine: Jordan Roland (Trier) fehlen noch 18 Punkte bis 750 und sechs Dreier bis 150.

Was die Lokalpresse schreibt: Vechta mit einem Mal im Rennen um die Postseason: Warum das so ist, hat OM Online (Paywall) nach dem Sieg in Würzburg etwas genauer betrachtet.

Dyn Move Your Sport: Dyn und die easyCredit BBL stellen bereits zum dritten Mal einen Spieltag ganz in das Zeichen von Dyn Move Your Sport. Nach dem Blick auf das Förderkonzept der Liga im November 2025 richten Dyn, die Liga und die Klubstandorte am 29. Spieltag den Blick auf die vielversprechendsten deutschen Basketballtalente – um welche Spieler es geht sowie alle weiteren Details gibt es hier.

In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Jordan Roland gehört, wie eingangs erwähnt, zu den besten Korbschützen der easyCredit BBL. Weckt das Begehrlichkeiten andernorts? Das vermuten wir ganz stark, aber der US-Amerikaner dachte sich dieser Tage: German Basketball? Mad sexy! Und verlängerte seinen Vertrag an der Mosel gleich mal um zwei Jahre bis 2028.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Samstag ab 19:40 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Sebastian Meichsner.