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Home/Newscenter/Tabellenführer zum Ost-Derby nach Berlin: Wölfe wollen beim 22. Gastspiel in der Hauptstadt den zweiten Sieg

VorberichteTabellenführer zum Ost-Derby nach Berlin: Wölfe wollen beim 22. Gastspiel in der Hauptstadt den zweiten Sieg

06. November 2025

Die besondere Brisanz: Die Wölfe aus Weißenfels waren nach ihrem Aufstieg 1999 der erste Club aus den ostdeutschen Bundesländern in der easyCredit BBL. Das Etikett „Ost-Derby“ war in Berlin entsprechend schnell gedruckt und lebt bis heute fort, obwohl es in der Liga mittlerweile noch viel „ostigere“ Derbys gibt – wie z.B. Jena gegen Chemnitz an diesem Wochenende. So oder so hatten die Wölfe nur einmal Spaß bei ihrem Hauptstadtbesuch: Vor zwei Jahren, am 19. November 2023, gewannen sie in der Uber Arena sensationell 108:75, was bis heute ALBAs höchste Heimniederlage in der BBL-Geschichte markiert. Alle anderen zwanzig Gastspiele, inklusive dem Berliner 81:78 im letztjährigen Play-In, endeten mit Weißenfelser Niederlagen.

Status quo: Nach dem goldenen Oktober, den der SYNTAINICS MBC als einziges Team in der Liga ungeschlagen überstand, war die 82:93-Heimniederlage gegen Ludwigsburg am vergangenen Spieltag für die Wölfe ein doppelt brutaler Nackenschlag. Einziger Trost war, dass man dank der etwas besseren Korbdifferenz gegenüber Trier und Würzburg mit 5-1 Siegen Tabellenführer blieb. Bei der nächsten Niederlage dürfte aber auch der erste Platz futsch sein. ALBA BERLIN, ohnehin ein Angstgegner der Wölfe, und zudem nach seinem Fehlstart in den letzten Spielen richtig heiß gelaufen, ist wahrscheinlich das letzte Reiseziel, das man sich in Weißenfels an diesem Wochenende wünscht. Aber der Spielplan kennt keine Gnade!

Die ewige Bilanz: Prozentrechnung kann ganz einfach sein. Vierzig Spiele haben Berlin und Weißenfels seit 1999 in Liga und Pokal gegeneinander gespielt und nur vier hat der SYNTAINICS MBC gewonnen. Das ist eine Siegquote von nur zehn Prozent. Noch krasser ist die Bilanz aus den 21 MBC-Gastspielen in Berlin, von denen die Wölfe nur eines gewannen (siehe oben).

Duell im Fokus: Gemessen am Coaching von Pedro Calles und Marco Ramondino sind Malte Delow und Marcus Foster aktuell in Berlin und Weißenfels die wichtigsten Spieler. Schließlich standen beide im bisherigen Saisonverlauf jeweils am längsten auf dem Parkett – Delow genügen dafür in Berlin im Schnitt 23,1 Minuten. Foster muss dafür 31,5 Minuten pro Spiel ackern, was ein Schlaglicht auf die größere Ausgeglichenheit des Berliner Kaders wirft. Trotzdem könnte das Duell zwischen Delow und Foster – auch und gerade in der Defensive – auf der Position drei ein Schlüsselduell werden. Foster (23 Jahre, 1,96 Meter) ist mit 15,8 Zählern MBC-Topscorer und Delow (24 Jahre, 1,97 Meter) mit 10,4 Punkten Berlins drittbester Scorer.

Berlins Malte Delow (mit Ball) gehört zu den Leistungsträgern im Berliner Team von Trainer Pedro Calles. (Foto: Tilo Wiedensohler)

Im Blick des Bundestrainers: Malte Delow dürfte in seiner aktuellen Form zusammen mit Jack Kayil und Jonas Mattisseck auch für Alex Mumbru bei der Nominierung des DBB-Kaders für die WM-Qualifikationsspiele im November ein Thema sein. Alle drei spielten schon bei der letzten EM-Qualifikation für Deutschland.

Zahlen, bitte: Wie gut die Berliner nach ihrem etwas rumpeligen Start mittlerweile als Team zusammengewachsen sind, beschreiben zwei Statistiken. Kein Team in der Liga teilt den Ball besser als ALBA mit im Schnitt 20,8 Assists. Und kein Team leistet sich weniger Ballverluste als ALBA (nur 11,0 pro Spiel). Die Wölfe verteilen als Tabellenführer im Schnitt 19,2 Assists (Platz 5 in der Statistik) und leisten sich die viertwenigsten Ballverluste (12,3 pro Spiel).

Meilensteine: Malte Delow fehlt noch ein Rebound bis 500. Justin Bean fehlen noch zwölf Punkte bis 500. Akeem Vargas fehlen noch vier Steals bis 200.

Rekordverdächtig: Seit dem Fall der Mauer hat sich das Kontingent ostdeutscher Clubs in der easyCredit BBL kontinuierlich vergrößert. Nach Berlin, Weißenfels, Chemnitz und Rostock ist Jena jetzt schon der fünfte BBL-Standort in Ostdeutschland. Wie großartig sich der Profi-Basketball in Ostdeutschland entwickelt hat, zeigt übrigens der Blick auf die Kolumne von Stefan Koch von vor fünfeinhalb Jahren, in der er damals einen kritischen Blick auf die Ost-Klubs warf.

Am Rande der Bande: : Die Weißenfelser haben ihre Verstärkung im Backcourt im Finnen Perttu Blomgren bereits am vergangenen Spieltag präsentiert. Jetzt ist auch ALBA bei der Suche nach einem Ersatz für Boogie Ellis (jetzt Dubai) fündig geworden: US-Guard Alex O'Connell kann am Samstag sein BBL-Debüt geben. Zudem rückt in Berlin das BBL-Debüt des neuen litauischen Centers Martynas Echodas näher.

Alte Bekannte: Akeem Vargas ist in den Reihen des SYNTAINICS MBC ein ganz spezieller Ex-Albatros. Der in Lancaster/USA geborene Guard trug nämlich von 2013 bis 2018 fünf Jahre lang das ALBA-Trikot und wurde in den fünf Jahren mit seiner kompromisslosen Defense in wettbewerbsübergreifend 308 Spielen vielleicht auch zu einem Vorbild für Jonas Mattisseck. Der bestritt am 27. Januar 2018 sein allererstes BBL-Spiel – beim 91:71 gegen den Mitteldeutschen BC – noch zusammen mit Akeem Vargas. Auch Kresimir Nikic gab sein BBL-Debüt im Dezember 2017 noch an der Seite von Akeem Vargas im ALBA-Trikot.

In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Obwohl es seit 1951 auch eine DDR-Nationalmannschaft gab, trat bei der Europameisterschaft 1953 in Moskau noch eine gesamtdeutsche Mannschaft mit acht west- und vier ostdeutschen Spielern an. Die belegte aber bei 17 Teilnehmern nur den 14. Platz. Fortan traten die BRD und die DDR bei internationalen Turnieren mit getrennten Teams an. Von den insgesamt sechs Vergleichen gewann die DDR-Auswahl die ersten fünf. Erst im sechsten Vergleich 1973 setzte sich die BRD-Auswahl bei der EM-Qualifikation zum einzigen Mal durch. Vier Jahre zuvor hatte das SED-Politbüro in seinem „Leistungssportbeschluss” den Basketball als nicht mehr förderungswürdig – heute würde man sagen: als nicht mehr so sexy – herabgestuft. Aber das ist zum Glück Geschichte. Heute ist German Basketball wieder mad sexy!

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird Samstag ab 20 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Patrick Fritzsche. Dyn ist das Zuhause der Basketballfans und strahlt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals, der Toyota Damen Basketball Bundesliga sowie Spiele der Basketball Champions League, der amerikanischen Collegeliga NCAA und der ING 3x3 Tour aus. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sind. Dyn ist über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TV verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.