Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft ist amtierender Welt- und Europameister. Das nächste große Turnier ist die WM 2027 in Katar. Wir begleiten das DBB-Team auf dem Weg zur Mission Titelverteidigung.
1. Dezember: Starke zweite Hälfte sichert nächsten Sieg
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft darf sich über ein perfektes erstes Länderspielfenster freuen. Das Team von Bundestrainer Alex Mumbru setzte sich drei Tage nach dem deutlichen 89:69 gegen Israel auch in der zweiten Partie der WM-Qualifikation durch und feierte ein letztlich ungefährdetes 83:64 (Stats) auf Zypern.
Spielverlauf und Wendepunkt: Die DBB-Auswahl hatte zunächst ihre liebe Mühe mit stark aufgelegten Gastgebern, die gegen den amtierenden Welt- und Europameister couragiert auftraten und Unkonzentriertheiten der Deutschen zu ihren Gunsten nutzten. Nach dem Seitenwechsel legte die deutsche Nationalmannschaft allerdings deutlich zu und verschaffte sich dank eines starken dritten Viertels (27:9) entscheidende Vorteile. Zweites Spiel, zweiter Sieg: Die Mumbru-Schützlinge liegen auf Kurs.
Zahlen, bitte: Deutschland war in Sachen Rebounds überlegen und lag hier mit 49:28 überdeutlich vorn. Satte 24 Offensivrebounds wurden zu starken 23 Punkten aus zweiten Chancen verwertet.
Länderspiel-Debütant und Spieler des Spiels: Für Till Pape (Foto oben: FIBA) von den SKYLINERS aus Frankfurt war es das erste Länderspiel seiner Karriere. Das nutzte er gleich zu einem Ausrufezeichen: Der Big Man kam auf Zypern in 18:22 Minuten auf 14 Punkte und avancierte so gemeinsam mit David Krämer (Real Madrid) zum Topscorer des Abends.
Am Rande der Bande: Alex Mumbru hatte seinen Kader umgebaut, da die EuroLeague-Spieler Isaac Bonga (Partizan Belgrad) sowie Justus Hollatz und Oscar da Silva (beide FC Bayern Basketball) nicht mit nach Zypern gereist waren. Louis Olinde (Manresa) kam nicht zum Einsatz.

Weise Worte: „In der ersten Hälfte war ich überhaupt nicht zufrieden. Wir hatten keinen Rhythmus und keine Energie, das hat mich enttäuscht. Nach der Pause waren wir viel besser, wir haben Defense gespielt, sind ins Laufen gekommen und haben gereboundet“, resümierte Mumbru den Auftritt seines Teams und ergänzte: „So wollen wir spielen, aber über 40 Minuten. Wir haben den größten Respekt vor unseren Gegnern und ich finde, dass Zypern das heute wirklich gut gemacht hat. Gratulation auch für die tolle Organisation hier vor Ort. Zypern darf stolz sein.“
So geht's weiter: Die WM-Qualifikation wird im Februar und März des kommenden Jahres fortgesetzt. Am 27. Februar 2026 gastiert das DBB-Team in Kroatien, am 1. März 2026 folgt in Bonn direkt das Rückspiel in Gruppe E.
Deutlicher Sieg gegen Israel / Weiterreise nach Zypern
Mit einem ungefährdeten 89:69 (Stats) ist die deutsche Basketball-Nationalmannschaft unter Headcoach Alex Mumbru (Foto oben: FIBA) in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 (Katar) gestartet. In der ratiopharm arena in Ulm legte die DBB-Auswahl vor rund 6.000 Fans mit einem starken dritten Viertel (24:9) den Grundstein zum Sieg.
Zahlen, bitte: Die Partie in Ulm verlief überaus eindeutig. Spätestens ab dem zweiten Viertel übernahmen die Deutschen die Kontrolle über das Geschehen und setzten sich im Verlauf des Abends bis auf 29 Punkte ab. Während die Feldwurfquoten fast identisch waren (45 gegenüber 44 Prozent), erarbeiteten sich die Mumbru-Schützlinge Vorteile beim Rebound (42:34), bei den Assists (23:14) und Ballverlusten (9:20). Satte 24 Punkte gelangen ihnen aus zweiten Chancen, hier kam Israel nur auf fünf.
Spieler der Partie: Oscar da Silva avancierte mit 19 Punkten zum Topscorer der DBB-Auswahl, zudem punkteten David Krämer (13) und Joshua Obiesie (11) zweistellig. Isaac Bonga hielt sich mit sechs Zählern und einer Feldwurfbilanz von 3/12 offensiv zurück, sammelte aber zehn Rebounds ein.
Sonstiges: DBB-Debütant Norris Agbakoko kam bei seinem ersten Länderspiel in 10:47 Minuten auf vier Zähler. Ebenfalls zum ersten Mal in der A-Nationalmannschaft zum Einsatz kam Mahir Agva, der allerdings ohne Zähler blieb.
Weise Worte: „Das war ein gutes Spiel von uns, wir haben es Israel nicht leicht gemacht. Sie haben uns einen guten Kampf geliefert, aber wir waren sehr gut vorbereitet und haben von Beginn an gut zusammen gespielt. Rhythmus und Aggressivität haben gestimmt", lobte David Krämer sein Team. Und fügte hinzu: „Wir sind alle sehr stolz auf unseren Head Coach, der eine Menge durchgemacht hat und jetzt wieder voll bei uns ist.“
So geht's weiter: Nach der Partie in Ulm stehen Vorbereitung und eine Reise auf dem Programm, denn schon am Montag, 1. Dezember, folgt in Limassol das Gastspiel auf Zypern, das am ersten Spieltag überdeutlich mit 60:100 (Stats) gegen Kroatien unterlag (MagentaSport überträgt ab 17.45 Uhr live).
27. November & 1. Dezember: Start in die WM-Qualifikation
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft startet in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Katar. Die ersten Gegner für den Titelverteidiger (was immer noch mad sexy klingt) sind Israel am Freitag, 28. November, und Zypern am Montag, 1. Dezember. Weiter geht es dann erst im Februar und März.
Status quo: In Ulm hat der genesene Bundestrainer Alex Mumbru seine Mannschaft versammelt, um aus den beiden Auftaktspielen in der Qualifikationsgruppe E das Maximum herauszuholen. Kurz vor der ersten Partie gegen Israel an diesem Freitag (19.30 Uhr, ratiopharm ulm, ab 19 Uhr live bei MagentaSport) hat der spanische Headcoach unterdessen seinen Zwölferkader benannt.
Am Rande der Bande: Während Norris Agbakoko und Mahir Agva (Yukatel Merkezefendi Belediyesi, Türkei) am Freitag dazugehören, gingen Till Pape, Collin Welp, Kay Bruhnke und der angeschlagene Nelson Weidemann leer aus, wie der „Kicker“ in einem Beitrag noch einmal auflistete. Übrigens: Unser Kolumnist Stefan Koch hat sich in zwei aktuellen Texten hier und hier mit den Aussichten deutscher Spieler befasst, Teil der Nationalmannschaft zu bleiben respektive zu werden.

Die ewige Bilanz: 41-mal standen sich Deutschland und Israel bereits in Länderspielen gegenüber, Israel führt ganz knapp mit 21:20. Das letzte Aufeinandertreffen auf dem Court gab es am 28. Februar 2022 – ebenfalls in einer WM-Quali (die letztlich zu etwas ganz großem führte). Dort gewannen die DBB-Herren mit 84:80, Topscorer war Maodo Lo mit 18 Punkten.
Alte Bekannte: Bei der zurückliegenden Europameisterschaft kamen für Israel unter anderem die Ex-Berliner Yovel Zoosman und Bar Timor zum Einsatz, die auch im aktuellen Aufgebot stehen. Ebenfalls mit dabei ist ein weiterer ehemaliger ALBA-Akteur: Tamir Blatt. Eine Übersicht über die Teams und Spiele der Qualifikation gibt es übrigens online bei FIBA Europe.
Weise Worte: Angesichts der Rückkehr von Alex Mumbru an die Seitenlinie (Alan Ibrahimagic arbeitet wieder als Assistent) betonte DBB-Präsident Ingo Weiß gegenüber „Basketball World News“: „Alex ist unser Head Coach, da gibt es gar keine Diskussion. Er ist gesund und fit. Da gibt’s nicht zu fragen und nichts zu erklären.“
So geht‘s weiter: Am Montag folgt zunächst die Partie in Limassol gegen Zypern (ab 17.45 Uhr bei MagentaSport). In der Qualifikation für die WM 2027 geht es dann im neuen Jahr zweimal gegen Kroatien. Zunächst am Donnerstag, 26. Februar 2026, in Kroatien und dann drei Tage später am Sonntag, 11. März 2026, vor heimischem Publikum im Telekom Dom in Bonn (Spielbeginn 18 Uhr).



















